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Albrechts von Haller ... Tagebuch seiner Beobachtungen über Schriftsteller und über sich selbst : zur Karakteristik der Philosophie und Religion dieses Mannes
Entstehung
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oft zu sehr dem allgemeinen Geschwätze nach, wie erüber Länder urtheilt. Er ist ein Enthusiast für alleArten von Freyheit, das man in einem despotischenLande leicht werden kann. (1774. Zug. 2;;.)

Raynal behauptet die Franzosen haben bey ihremheitern Himmel grosse Vorzüge in den Künsten; ihreSprache hEche in der Prosa; sie sey die Spracheder Vernunft und der Wahrheit. Wie oft mußman diese Ruhmsucht über eine tonlose, keiner Auf-nahme fäbigc, tausend Begriffe nicht ausdrückendeSprache hören, die nicht einmal Wörter für Stehenlind Reiten hat! Rayual ist auch sehr heftig , under schont die römische Kirche nicht. Sie hat, sagter, die Grundsätze der Gerechtigkeit wirklich aus-gelöscht, welche die Natur in aller Menschen Herzengelegt bat *). Aber überhaupt klagt er die Religionan, die das Verhältniß der Menschen gegen einan-der nicht regiere, sie sey allein veränderlich, und dieSittenlchre beständig. Wie mchistorisch! Wie sehrist die durch das Christenthum erleuchtete Sittenlchrevon der Sittenlchre der griechischen Helden und selbstder tugendhaften Römer verschieden! Raynalam Schluß seines Werkes (das ihm eine Wohnungvor dem Thore S> Auloine zuwege bringen wür-de , wenn man ihn in Frankreich beträte) , drohetder despotischen Gewalt, so feste sie zu stehen scheint

*) Götting. An;. Zugabe. 1772. S- -;8>V. Halters Tageb. Th. II. O