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^cr Gott der Gnade gebe seinen Seegen zu allenmeinen Unternehmungen.
Durch den Tod meiner, geliebten Frau Ma-rianne, gebohrne Wyß, wurde ich in eine grosseTraurigkeit versetzt; und es wachte insonderheitmein Gewissen aus; als ich bedachte, wie manim Todeskampfe so sehnlich seufzet, über die Sün-den, die man ohne Bedenken täglich thut. Ich er-schrecke über die fürchterlichen Folgen eines enthei-ligen Lebens, und trachte mich zu bessern. Bishieher hat überhaupt immer etwas in mir nach derBesserung gesehnet; aber ohne rechte Liebe zu Gott,ohne Rührung, ohne Haß der Sünde, ja ohne ge-nügsame Reue und Traurigkeit.
Ich hatte es auch gerne weiter bringen mögen,aber ich kann weder recht beten, noch an Christi Ver-dienst Anrheil nehmen; sondern ich bleibe in einerdürren und ängstlichen Ungewißheit meiner Bestän-digkeit.