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Albrechts von Haller ... Tagebuch seiner Beobachtungen über Schriftsteller und über sich selbst : zur Karakteristik der Philosophie und Religion dieses Mannes
Entstehung
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8- Iul. Vater der Gnaden, du hast mir abermals einerweckendes und rührendes Buch beschert. Abergieb o Gott, daß es mir nicht zum Gerichte diene,daß ich nicht wie bisher, deine kräftige Hilfs«mittet verschwende; wende von mir ab das ent-schliche Gericht der Verstockung; Gieb mir zuerkennen die Gefahr wo ich bin, die Wichtigkeitder Ewigkeit und die Grösse deiner Gerechtigkeit.Nimm weg alle Scheingründe der falschen Ge-rechtigkeit, hinter welche sich mein verderbtes Herzverstecket. Führe dein Werk herrlich aus.

»6. Iul. Vor GottcsAngcsicht fliehen wollen, ist Thor-heit und Raserey. Er siehet dennoch die Schandemeines Herzens. Lieber ihm bekennen und umGnade bitten.

ry. Iul. Die Welt wird mir alle Tage angenehmer,und meine Lüste nehmen zu. Tod und Ewig-keit verliert sich aus meinen Augen. Ich habekein Gefühl mehr von göttlichen Sachem Obesser Kreuz als solcher Wohlstand! Ich bin auchnicht einmal ein rechter Heuchler mehr. Herrerbarme dicht

2 ;. Iul Laß mich o Gott, an deiner Gnade hangenund dich nicht aus den Augen verlieren, obwohldu wie von weitem bist. Vater erbarme dich!

s. Aug. Wie wohl thust du meiner Seele, daß duden Leib züchtigest; mich der Welt entziehest,und mein Herz von der Zerstreuung bcfreyest. Mein