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barme dich, Herr, reiche mir deine rettendeHand!
24May. Morgen ist es wieder um eine grosse Ver-änderung in meinem Leben zu thun; wobey Ei-telkeit und Eigenliebe mit unterlaufen mögen,und wo ich selbst befürchten muss durch die Er-höhrung des Wunsches vielleicht vom Wege derwahren Glückseligkeit abgewandt zu werden. —Mein Verstand sagt: (0 daß es doch auch meinHerz in seiner tiefsten Empfindung sagen möchte!)der einzige Weg nicht zu irren, sey, Gott zu bit-ten, daß er diese und alle Begebenheiten meine-Lebens scibst regiere, mir abschlage was ich alSein unerfahrnes Kind zu meinem Schaden wün-schen möchte; mir nichts beschere als was mir inder Ewigkeit heilsam ist. Wird der Wunsch mei-ner Freunde erfüllt, 0 so zerstöre, liebender Vater,die Keime des Bösen, die in meinem Herzen Wur-zel schlagen möchten; dämpft, den so leicht auf-steigenden Hochmuth, und laß mich niemals ver-gessen , daß Gaben und Aemter Pfänder sind, diedu anvertrauest, und davon du Rechnung forderst!
May. Mein Wunsch ist in so weit erhört, der 2;teist ohne Veränderung in meinen Glücksumständen,aber auch ohne Erschütterung in meinem Gemüthevorübergegangen. Meine Gesundheit hat in denlezten Tagen etwas gelitten, doch ohne sonderlicheEmpfindung. Ursache zur Klage und zum Un-muts»