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Arbeiten au dem menstHlichen Geschlechte, ichmich doch täglich beschäftige! Und wider dieseKrankheit der Seele, wo ist ein Mittel zu finden?Wo anders als im Gebethe, in der AnrufungGottes, daß er mein Herz erweiche, es von die-dieser Welt loßreißen und zu sich ziehen wolle.
6. Dec. Nun hat die göttliche Gnade mir die be-schwerliche Krankheit wieder abgenommen. Siehat auch meinen Geist der niedergeschlagen war,wieder aufgerichtet, und mir den Muth gegeben,meine Arbeit mit Lust und Fertigkeit zu verrich-ten. Sollte ich nicht für diese wahre Güterdankbar seyn?— Und worinn bestehet der Dank,den Gott fordert? In meiner eigenen Glükseelig,keit; in meiner Besserung, die der Weg zumewigen Heil ist. Sollte auch nicht das fchrcck-bare Andenken so vieler Sünden, zum Ernst imChristenthum, zur Buße, zum Abscheu gegenalles das erwecken, was die Seele unheilbar ver-wunden kann? —'
so. Dec. Auch in diesen letzten Tagen habe ich Ge-sundheit und alles Gute genossen; und wie kaltbin ich gegen die göttliche Güte gewesen, diegeholfen hat, wo ich mir nicht helfen konnte.Und dennoch überzeug ich mich durch die tägli-che Erfahrung, daß es noch viel unmöglicher ist,sich unter dem Drucke der Krankheiten und Schmeckzen zu ernstlichen Gedanken und Ueberlegungenzu erheben, da der Körper selbst die Seele zer-