jrr. Sept. Ich weiß nicht, was ich thun soll. Achfühle mich beym Lesen, kalt und unbewegt, selbstbeym Lesen der heil. Schrift. Mir bleibt nichtsübrig, als täglich, stündlich Gott anzurufen, daßer mein Herz erweichen, daß er sich mir offen-baren möge. Gieb mir o Gott den Glauben dermir mangelt, den ich gern zu haben wünschte,den ich nicht habe, weil ich vermuthlich nichtdie rechten Mittel anwende, zu demselben zu ge-langen. Lehre mich dich, unendliche Güte! lie-ben, wie du es verdienst; du hast es, o Allwei-fer möglich gemacht, daß ich ungeachtet allermeiner Sünden, meine Seeligkeit nicht nur alsmöglich, sondern als gewiß ansehen kann, wennich mich den Bedingungen unterziehe, unterwelchen du die Sünder zu begnadigen verspro-chen hast. Aber ach, wie kalt bin ich nicht ineben diesem Augenblicke, da ich von diesem billigalle unsere Dankbarkeit und Bewunderung er-weckenden Wunder deiner Gnade rede. — Todbin ich, du aber o Herr kannst lebendig machen.Zu dir und deinen Versprechungen nehme ichmeine Zuflucht! Von dir hoff ich die Kraft, dichzu kennen, wie du bist, dich zu lieben, wie dues um mich verdient hast. —rr. Sept. Nach einiger Erleichterung weniger Tage,hat mich wieder das Fieber überfallen, und aller-, ley Beschwerden nach sich gezogen. Doch hat
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Albrechts von Haller ... Tagebuch seiner Beobachtungen über Schriftsteller und über sich selbst : zur Karakteristik der Philosophie und Religion dieses Mannes
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