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fern grossen Werke mit Eifer und Vergnügen. DieTriumphe, die Bildsäulen und die Siegeszeichen er-hielten diesen Trieb, und feuerten die Ehrbegierdean. Aber es fehlte diesen Römern (und noch mehrden Griechen) an sehr vielen und an sehr nöthigenTugenden. Die ^Lculstiones, oder gerichtlichen undpeinlichen Klagen wider ihre und ihrer Eltern Feinde,war die gemeinste Strafe, auf welcher die jungenRömer nach der Ehre strebten. Die Feindschaft zwi-schen den Familien war unversöhnlich, und ein Sohnkonnte, wenn er sich nicht entehren wollte, die Feindedes Vaters nicht unverfolget lassen. Hieraus ent-stunden zwar keine Zweykämpfe, die ihre Erfinderweiter im Norden gehabt haben, aber doch Aufruhrund Zwietracht. Die Römer kannten, so viel ichmich erinnern kann, die Liebe und Mildthätigkeit ge-gen die Armen nicht; die Allmofen und Hospitälersind neue Erfindungen, und gehören dem Wesen unddem Namen nach dem Christenthume zu. Gegen ihreFeinde waren sie, auch die besten unter ihnen, grau-sam und unerbittlich, und ein König, über den manIriumphirt hatte, mußte mit seinem Geschlechte ster-ben , ja die unschuldigen Töchter wurden, — ei»abscheulicher Gebrauch! — vorn Henker zuerst ihrerEhre, und dann des Lebens beraubt. Die herrschen-den Plane, selbst des noch tugendhaften Roms, wa-ren ungerecht; es mischte sich in alle Angelegenheitenseiner Nachbarn, und unterdrückte eben die Völker,