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Kirchlich-volksthirmliche Prosa.
XV. Jahrh., Ende. XVI. Jahrh., Anfang.
Johann Geiler von Kaisersberg (1445—1510).
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Johannes Geiler, genanntvon Kaisersberg (nach demWohnorte seines Großvaters), geb.16. März 1445 zu Schaffhausen,studierte und lehrte an den Universi-täten Freiburg und Basel, seit 1489Prediger in Straßburg an St.Lorenz und am Münster, starb10. März 1510 zu Straßburg.Bom Humanismus ausgehend, er-strebte er in Kanzelrede und SchriftVerbesserung der Zustände; volks-thümliche mystische Richtung; pre-digte auch über Brants „Narren-schiff". „Predigten" (1508); „DerSeelen Paradies" (1510); „DasBuch Granatapfel" (1510); „DiePassion" (1513); „Die Emeis"(1516); „Postill" (1522).
Johann Geiler von Kaisersberg, vom Titelblatt der „Postill" (Straßburg 1522).
Nach dem Exemplare der Münchener Bibliothek.
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Wijser lieber Herr. Ich würd bericht dasß manin willen sig, von der statt, einen andren doctoruffzenemmen, hab ich gedacht an doctor brandtder ein lind von der statt ist. vnd fast wijtberumt in allen landen für ander, von derkunst, zeigen sijne geschrissten, was er kan intütsch vnd latin, er möcht ouch alltag einstund lesen den burgers sünen vnd sij hieleren, das sij in frömden landen mitt grossemkosten erholen müsten, vnd ging als in einemsold zu, dunckt mich ouch der statt erlich, dasß sijeinen sollichen vß iren bürgeren hellen vnd vß irerstatt bürtig vnd nitt einen frömden ouch imm meezu vertriuwen wer Mögend dasß ouch andren wo uchdas guet dunckt zu Verston geben als von uch selbs
- Joh. Keisersperg -
Schreiben Geilers an Berthold Offenburg in Straßbnrg über dieBerufung Sebastian Brants nach Straßburg (1499).
Aus der v. Radowitzschen Autographensammlung auf der königlichen Bibliothek zu Berlin.