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XVI. Jahrhundert, Reformationszeit. Volkslied.
Lied auf die Schlacht von Pavia (24. Februar 1525); Titel uud Lied des ältesten erhaltenen Volksliederbnches (ohne Melodien): „Bergkreyen" (1536).
Ein sihönes licd von der
schlackt vor Da um geschehe/G§
dicht vn erjttlch gesungen(durch Hansen vöWüctzburg)tn einem newcn thonn.
Sturm beschoß/ ermaknrerwolts gewinnen/damor verlor er vill manchen man/dasrhettdem König Zoren/er sprach sy sollen die Stakaussgeben/siewar doch snnstverlorm.
Der stürm hat er fünssgechon/vnnd hat st-all verlorener /Da Zug her Jörg Marx Singvon Emß daher/die Zwen Herren auserkoren/legtenn steh für Paula in dasfeld/pama thettsich des freyen/der König lag mit höres krassedauor/man kett sich nit an sein trewen.
Die Lantzknecht machten jhromung fest/n'n Rhatt der wurde beschlossen /eyn VerlorneHaussen« man machen« sott/ein Hawptmanäuß geschosien/hawptman Edel ist er gmane/man richt in an mit trewen/nym dm verlomkHaussmZü handt/laß dich dein lebmnitrewen
An sank Matheys tag da der tag herbrach/da siengwir anzü Ziehen/Ichwaißwie denSchwerern die sach gestell/ sy begunthe garpald fliehen / da Zügenwirin Lyrgatten hm-rm/darnach stünde vnser veriangm/Sy hiesisen vnnß all got willig kamen sein /Aus Kar-rhawnm vnd mit Schlangm.
ken/du sprichst ich berüm mich eygner schandr/dasist warllch erlogen /dn hast demFrantzoßverlorm landtvnd lmt/pist schädlich vonjMgflochen.
Du hast geschriben in deutsche landt/wiedu die schlacht habest gewunm /du habest vnsvon vnsnm geschütz geragt /weren schendlichdarum emrunen/das wöll Gott heutnochny-mer/kein lantzknechtistgeflohen/dasdein hastdu dahinden glan/da wir Züsamm Zogm.
Also habt st vemumenn woll/wiees dennSchweyyern ist ergangen /sie hetten geschworen einen ayd / sie nämen vnser kein gefangen/sie ruffttn Maria Goto Mütter an / das wir jrtheten watten / jch mayn wir haben sie bar be-Kalt /-ü Paula im tmgattm.
Der vns das liedlein newes sang/von mw-em hat gesungc/das hat gethan ein lantzkuechegüt/dm reym hat er gesprungc / wan er ist aufsderkirchwey gewest /der Pfeffer wardr Versal-tzm/ man richt jn mit langen spieffenn an/mirhelepattm gschmaltzm.
Allem Got die Eer.
Dies Lied auf die Pavier Schlacht, die dielbesungenste und tapfersteWaffenthat der frommen deutschen Landsknechte, ist nach dem Exem-plare der Berliner Bibliothek wiedergegeben. Dieser Druck ist jeden-falls später als 1525.
Was wöll wir aber heben ann /ein Neweslied Zu singe/Woll vö dem König auß flanck-rmeych / Maylandt das wolt er Zwingen/DZgschach da man Zelt ^ausennt fimsshunderttjar/tmfllnffvnnd Zwaingstmists geschehen/er zoch da hcrmittheres krajstt/hat mancherLantzknecht gesehen.
Er Zug für am Statt die hayst Maylandt/die selbig thet er Zwinge /Dar nach für ein stakdie hayst Pama/er maynt erwolts gewinnen/<Aann lag mancher Lantzknecht frisch/ Dashtt d Kömg verschwore/Er sprach ste solte diestak auffgeben / sy wäre sunst schm verloren.
Wir hetten kürtzlich einmchat/ainer fragtden anderen/Nün Zucht der König nymer ab/darnach stett fein verlangm /Nent stchaynecmit namcnn Grasseytelftitz/Die Statt wöllwir nicht aussgebe/wir pawen Zway polwerckdie sein fest / es kost recht leyb vnd leben.
Sy sein mit mancher Hand gemacht/ZwaiPolwerck woll erpawen / wir llgen die wintterlange nacht/Zu Pauia aussder maure da wollm wir warten des külen wepn/thüt der König
Vallein kop war auch darpey/mit manchmn gütten Gchüyen/DarZümanchcr siuru-mer Lantzknecht /nach ehrm thet ers nutzen«/Dashandgfchütz Hekergärbey jm/mit samprZwayen knechtö/Schiesi drein schiest drein jhrsiume lantzknecht/garritterlichwöl wirsechrö
Herr Jörg schrey valtein koppen an /so! jmdasgschütz herpringm /Vetta Kopthtttwieein Erlichman/vnd steh nit lang befynnen /erstertz daher mit ganyer macht/gantz woll thtter sich mstm/wirfchuffmall Zu halben man/wardt den Frantzosen verdriessm.
Htrr Jörg ein Edler Ritter Fest/stund damit seyner Hellepatten/Er sprach es kummenvns fremde gest / der selben wöll wir wattenn/gegen jm Zoch der Langenmantel da her / HerJörg versteh dich ebenn/ du müst hie meyn ge-fangner fein/ ob du will fristen deyn leben.
Herr Jörg sprach muß jch dein gefangnerfein/oder kost es mich mein lebenn/ So hab jchgemmcken des külenn wein /meinleyb willjchdir nicht aufgeben/jch hab so manichm lantz-knecht ftisch/sten da in jren halbm hosm/stechr
Eergllreyen
bliebe Scbo
negesenge/nervlich
zufamen gebracht/gemehrer vndgeßessett.
N M.D.xxxv,
die maure Z erprechmn/es klunbt ein Fürst außDstcrrcych/ den schaderr wlirdt er rechen.
Wrr lagen die wintter lauge nachr / vor kellkundt wir nicht pleyben/wir künden nit er warrm des külen weyn / gar eylendt thet wir schreyben/Vnd schribe denr Fürstm allst Österreicher sol nicht auß beleybe / Soll pnngen manchelants kliecht ftisch /dm K önig Zu venreyben.
Der Fürst her kuryllch ernm Radt / nüt sei-nen Fürsten vnnd Herrm /Wie paldt er nachHerr Jögen schreyb/ehrwar jhm nicht Zü ferreMarrSitigvonEmß des selben geleych/errüsst sy an in rrewe/ sy sollen jhm trewlich pey-sian/dm König Züvertteyben.
Sy wnrdenn kürtzlich vndcrricht /Zü Jnß-pruckh aussdem tage/WürdtmanigsFmlmaufgeruht/im Leütsch land Hort mans sage/Darunder Zug mancher Lantzknecht siisch-thet in seynem harnasch Herklinge /wir Zügenall gen Maylandt hin ein/ Gor wöll das vnsgelinge.
Als paldt der König das vernam /thttsichnit lange besinne/Wie yaldter die SattZüm
drein stecht drein jrftume lantzknecht das feindie rechten Frantzostn
Marr Sing von Emß gryffs Zürn erstenan/mit sim flumö lantzknechten/wan erstündselber formn dran/garritterlich thet er fechten/die schlacht die werdt ein kleine weyl/ da wardtsie schan verloren/wurde manch Frantzoß Zntodtgesthlagm /manch küresscr ausserkoren.
Eingrassgenandt auß -Lmtfchern lande/mit name der vö Salmen/er gryffde könig seiber an / die lantzknechte waren Zerfpallen/derMcerege des selben gteych /manchfper würdin der mit Zerspalten/ da stach wir all mitfrey-pen drein / der lieb Gott sol sein wallen.
Die schlachtwerdtandechalbe stundt/dnwar sie schan vergangen« / wurde mancherSchweitzerZü todt geschlagm/maniger wurtgefangm/die lantzknecht blibe da hindcn stanzalßvillwil mich bedunckm/die sum mannitMeten kan / dieimwaffer sein ermmcken.
Gchweytzer du scheyit mir ein dreck aufftnaß/vnd fünfflzehen in knebclpatte/jch maynwir habmdich bar beZall/ZüPaui im üergar-
Em Reye/Jch stund
an eynem morgen/rc.
25.
1 Ch stund an eynem morgen/heymUch an epnem ore/da het jch mrch verporgen/jcb hört klegÜchewort/von eynem ft-ewlern hübsch vnd fern/Das stund Sey seynem büken / es müst geschey-den s<^n.
-Hertz lieb ich hab verriumen/du wölkest vonhlnnLtt schrer/VOenn wüt du wrver kuinen/dassolt du sagen mrr/So nierck feyns lreb was »cvdrr sag/ mein zükunffr rhüst du fragen/ich weistweder stund noch tag.
Das Lrewleyn weynet sere/jr Hertz was vn-mute vol/nu gib mir weist vnd lere/wre ich michhalten so!/ ich sey für dich was ich vermag/Vndwilm hre beleiben/jch verzer dich jar vnd rag.
Der knab der sprach aust müre / deyn willen;ch wol spür/So verzerren wir deyn gü tte/einjar wer bald hinfür / dennoch müst es geschey-Den seyn/Ich wrl dich sreundtlich bitten/ sey deynen willen dareyn.
Das frewlein das schrey »rordte/mordt vberalles leyd/mlch krencken deyne worte/Hertz liebuicht von mir scheid/Mr dich so sey ich gür vndehr /Vnd solt ich mit dir ziehen/keyn wsg wermirzüfepr.
Der knab der sprach mit züchten/mem schayob allern gür / Ich wü dich freundrlrch bitten/schlach d!cs aust deynem «nür/ Gedenck wol andie freunde deyn / Drs dir keyns argen günnen/vnd teglich bey dir seyn.
Do kerr er steh hlmkmbe/er sprach nicht merzä st / Das Frewleyn das fiel vmbe/ in eynenwlncke! schier/vnd weinet das es schier vergrengDap hat cm Schlemmer gesungen/wie es eyniFrewlem gtcng.