XVI. Jahrhundert, letztes Drittel.
ch> 108 -H-
Volksbücher.
Neue volksthümliche Stoffe: „Faust" (1587, 1588).
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an
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ia«stm/dem weitbefchreyten
'anderer vnd Echwartzkünst!er>
Wie er sich gegen dem Teuffel auff eine be-
nandte zeit verschrieben / Vas er hierzwischen fürseltzame Abenchewr gesehen/ selbs angerich-tet vnd getrieben / biß er endtlich sei-nen wol verdienten Lohnempfangen.
Kehrercheils arrß seinen Ogenen
hindertaffenen Schriffeen/allen hocheragen-
den/fürwiyigen vnnd Gottlosen Menschen Zum schreckli-chen Beyspiel/abschewlichem Exempel/vnnd trew*hextziger Warnung Zusammen gezo-gen/vnd in Druck ver-fertiget.
r^eosr rnr.
Seyt Gott vnderthanig/widerstehet demLeuffel/so fleuherervon euch.
er kk.ivn.Lvto.
durchZohsnn Spies.
»t. LXXXV».
Fausten/dem wettbeschrepten
Fauberer vnnd Schwartzkünstler/
Wie er sich gegen dem Teuffel ausf eine be-uandre zeit verschrieben / Was er hierzwischen fürseltzame Abemhewer gesehen / selbs angerich-tet vnd getrieben / biß er endtlich sei-nen wol verdienten Lohnempfangen.
Mehrertheilsauß seinen cygenen hin-
Verlassenen Gchn'fften/allen hochtragenden/
fürwttztgen vnd Gottlosen Menschen zum schrecklichenBeysptel/abfcheuwlichen Exempel/vnd ereuw-hertziger Warnung zusammen gezo-grn/vndinden Druckver-ferriget.
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Seyt Gott vnterchänig/ widerstehet demTeuffel/ so fleuhet crvoneuch.
Lvi« OnL'rrL LV krrlvn-noro.
Gtdmck»ju§ranckfutt am Map«/
durch IohanaSples.
!Vi. O. L^xxxvnL
Titel des ersten Druckes des ersten „Faustbuches", gedruckt zu Frankfurt a. M.durch Johann Spieß (1587).
Titel des zweiten Druckes des Spießfchen „Faustbuches" (1588).
Nach dem Exemplare der Berliner Bibliothek.
Nach dein Exemplare der Ulmer Stadtbibliothek.
Fauftus lest Hm das
Dlutheraußinem Tiegel/sitzt eF
auff rvsnne Koten/vuo schreibtwie folget»
Ich I oharm k^au llu§. OoÄorgttant/
Bekenn m ik m einer eignen Hand/
Zur bstattigung ftey öffentlich/
Mit diesen, bneffgantz kraffüglich.
Nach dem ich mir habfärgenomn/
Ich wöll in künfien höher komn/DieElemmten außzugründn/
Vnd weil ich solches nü kan sindn/
In denen gaben/dienur Gott
Noch durch mem gschictügkeit vndfleiß/Aarzu so kan ich vffkemweiß/Erfahrnvndlernen von eim menschn/Dw höchst kunst so ich mir thu wünschn/
(Damit ich solches lernet äm)Dem gegenwerrigen gesandm/
Emdimer des höllischen Prrntzen/In Qnent vnd andern gräntzen-Den Habich mir erwehiet wol/
Das er mich solches lehren ssl/
Der sich gegn mir auch allezeitVerspricht mit Vttterchmigkert»Hergegen aber in eim summ/Versprich ich mich im widerumb/Das wann die vier vnd zwanhig jar/Von dem tag an vertoffen gar/
So soll er a lsdan freyen gwalc/
Mit mir zu handlenhaden bald/Nach seiner art/weiß vnd gefallen/Au schalren/wattenvnd in allen/
Es sey gleichemseet'fleisch vnd blut2» ewig"eit an leib vnd gut.HieraUffrch hcutvffdiesen tag/Dem HLmmelifchen Heer absig/Vnd allen menschen in gemein/
Ja was da lebt/ vnd das muß sein/Au festem erkund vnd mehr krafft//)ab ich des Reeeft eigenschafft/Mit meiner eigen Hand gemacht/Vnd pnttrschriebm/wolbedachtl
Vnd solches zwar mir meinem blur/Meine sinnö/meins kopffs/in meinem MutMit willen vnd gedancken frey/
Versiegelt vnd bezeugt HabeyAas ich ewig verknüpftet sey.
Vnterschnffe.
loksnnes A
der erfahrne -erElementen vnnd
derGeiftitthm D»
Faust verschreibt sich dem Mephistopheles. Textaus dem Tübinger Faustbuche von 1587- (im Druck vollendet 1588 durch AlexanderHock in Tübingen.)
Nach dem Exemplare der Berliner Bibliothek. — Die Verfasserdieses FaustbucheS. Tübinger Studenten, und der Drucker wurdenwegen ihres Wertes in Untersuchung gezogen und bestraft.