XVIII. Jahrhundert, Mitte.
-e- 154
Christian Ewald von Kleist (1715—1759).
Jdhlle.
Christian Ewald von Kleist.
Kupferstich von Füsli noch dem Gemälde von Cläre.
Ewald Christian von Kleist, geb. wahrscheinlich den 7 . (getauft den 9 .)März 1715 zu Zeblin bei Curow in Pommern, studierte in Königsberg, 1730 indänischen, seit 1740 in preußischen Diensten; 1743 lernte er in Potsdam Gleimkennen, der sein Dichtertalent weckte und nährte. Treue Freundschaft, veredeltdurch ihre gemeinschaftliche Verehrung König Friedrichs, verband sie durch ihrLeben. Er stieg in der Armee seines Königs bis zum Oberstwachtmeister ( 1756 );1758 machte er Lessings Bekanntschaft in Leipzig, welcher seinem „Tellheim" Zügevon ihm lieh. In der Schlacht bei Kunersdorf, 12 . August 1759 , schwer ver-wundet, starb er den 24 . August 1759 in Frankfurt cpOder. Sein „Frühling"( 1749 ) und seine „Idyllen" (hierunter „Irin") sichern ihm einen dauernden Platzin unserer Litteratur; seine begeisterte Hingabe an die Sache seines Königs undsein Heldentod verbinden seinen Namen mit der Geschichte des siebenjährigen-Krieges, wie derjenige Körners mit den Freiheitskriegen verknüpft ist.
7 ^
xsu IM i.i^o.
OLVIC1H.
L u u u I dl,
174s.
iitel der ersten Ausgabe von Kleists „Frühling" (1749).
Nach dem Exemplare der Berliner Bibliothek.
Eigenhändiges Gedicht von Kleist: „Einladung aufs Land".
Original im Besitze der Verlagshandlnng.