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Bilderatlas zur Geschichte der Deutschen Nationallitteratur : eine Ergänzung zu jeder Deutschen Litteraturgeschichte : enthaltend 1675 Abbildungen / von Dr. Gustav Könnecke
Entstehung
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17241803

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Klopstock

Hauptsächlichste Bildnisse.

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Klopstock im 33. Lebensjahre.

Gestochen von I. M. Bernigroth 1757. Ausschnitt.

Klopstock im 56. Lebensjahre.

Gemalt von Juel 1780, gestochen von A. W. Bohrn. Aus dem VII. Bande der Göschenschen Prachtausgabeder Werke Klopstocks. Gering verkleinerter Ausschnitt.

Friedrich Gottlob Klopstock, geb. 2. Juli 1724 zu Quedlin-burg, 17391745 in Schulpforta, wo er schon den Plan zumMessias"faßte; 1745 in Jena, seit 1746 in Leipzig Theologie studierend; hier dieersten drei Gesänge des prosaischenMessias" in Hexameter umarbeitend,welche 1748 in denNeuen Bremer Beiträgen" gedruckt wurden. IhreWirkung in Deutschland ist bekannt, von ihrem Erscheinen datiert man diePeriode der neueren deutschen Litteratur. Klopstock erhielt nach vorüber-gehendem Aufenthalte in Langensalza (Liebe zu Maria Sophie Schmidt,verherrlicht in denFannyoden") und in Zürich, wo er bei Bodmer denMessias" vollenden sollte (Ode auf den Züricher See), 1751 durch denMinister Grafen Bernstorff eine Pension vom König Friedrich V. vonDänemark und siedelte nach Kopenhagen über, wo er bis zum SturzeBernstorffs (1770) blieb und hierauf seinen Wohnsitz in Hamburg nahm.1754 hatte er seine Meta geheiratet (Cidlioden), die ihm aber bald wiederstarb (1758); zum zweiten Male vermählte er sich 1791 mit JohannaElisabeth von Winthem, geb. Dimpfel. 1774 berief ihn der patriotischekunstsinnige Markgraf Karl von Baden als Hofrath nach Karlsruhe, ergab jedoch diese Stelle 1775 auf und kehrte nach Hamburg zurück, wo erden 14. März 1803 starb. Er liegt in Ottensen begraben. Außer den erstenGesängen desMessias" (mühsam zu Ende geführt mit dem 20. Gesänge1773) sind es seine ersten Oden (gesammelt zuerst 1771), welche vonliterarhistorischer Bedeutung sind und bleiben werden. Seine späteren WerkeHermannsschlacht, ein Bardiet für die Schaubühne" (1769),Hermannund die Fürsten" (1784),Hermanns Tod" (1787) sind merkwürdigeErzeugnisse, aus angeblich nordischen, skaldischen, altdeutschen Elementen inphantastischer, unhistorischerStimmung entstanden.Die deutsche Gelehrten-republik. Auf Befehl der Aldermänner durch Salogast und Wlemar"(1774), seine AbhandlungenUeber die deutsche Rechtschreibung" (1778),Ueber Sprache und Dichtkunst, Fragmente fon Klopstock" (1779, 1780)und seineGrammatischen Gespräche" (1794) verdanken ihre Entstehungderselben unhistorischen Auffassung deutschen Lebens und deutscher Sprache.Genannt seien noch seine religiösen Dramen:Tod Adams" (1757);Sa-lomo" (1764);David" (1772); seine religiösen Lieder bürgerten sich indie protestantischen Gesangbücher nicht ein.

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Klopstock im 74. Lebensjahre.

Schwar^kunstblatt von I. G. Huck, nach dem Gemälde von Anton Hickcl (17S8).Verkleinerter Ausschnitt.