1729—1781
Lessing
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Bildnisse seiner Frau, seiner Gönner und Gegner.
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Lessings Frau Eva.
Nach Originalphotographie von dem jetzt im. Besitze des Herrn Pros. Dr. Henneberg in Göttingenbefindlichen Ölgemälde umgezeichnet.
Karl Wilhelm Ferdinand.
Nach Originalphotographie von dem in der herzogl. Gallerie zn Brannschweig befindlichen Ölgemäldedes F. I. Battoni umgezeichnet.
Eva Katharina König, geb. Hahn, Tochter des Kaufmannes HeinrichKaspar Hahn, geb. 22. März 1736 in Heidelberg, seit 1756 Gattin des 1769 ver-storbenen Hamburger Kaufmanns Engelbert König, verlobte sich mit Lessing 1771,vermählte sich mit ihm den 8. Oktober 1776 auf dem Landgute Dort (zwischen Stadeund Harburg gelegen), starb in Wolfenbüttel bei Geburt eines Söhnchens 10. Ja-nuar 1778.
Karl Wilhelm Ferdinand, geb. 9. Oktober 1735 zu Wolfenbüttel,seit 26. März 1780 regierender Herzog zu Braunschweig und Lüneburg, starbauf der Flucht in Ottensen den 10. November 1806. Als Erbprinz berief er1769 Lessing an die Wolfenbütteler Bibliothek.
Christian Adolf Klotz.
Kupferstich von Stock. — Nach dem Exemplare des MünchenerKnpferstichkabinets.
Christian Adolf Klotz, geb. 13. November 1738zn Bischofswerda, 1762' in Göttingen, seit 1765 in HalleProfessor, hier zuerst mit dem Titel Hofrath, dann seit1766 als Geheimer Rath, starb daselbst den 31. Dezember1771. Namentlich in seinen Zeitschriften: „^.ota littoiaria"(seit 1764), „Neue Hallische gelehrte Zeitungen" (seit 1766),„Deutsche Bibliothek der schönen Wissenschaften (seit 1767)und an der Spitze einer ihm ergebenen, sich gegenseitiglobend kritisierenden Clique, hatte er als ein „lateinischerGottsched" in weiten Kreisen großen Einfluß, bis Lessingin seinen „Briefen antiquarischen Inhalts" und in seinerAbhandlung „Wie die Alten den Tod gebildet" seine Un-gründlichkeit, Seichtheit und geborgte Gelehrsamkeit bloßlegteund ihn für immer unmöglich machte. Namentlich hervor-gerufen war Lessings klassische, vernichtende Polemik derLitteratnrbriese durch Klotzens Schriften „Über das Studiumdes Alterthums" (1766), „Beytrag zur Geschichte des Ge-schmackes und der Kunst aus Münzen" (1767) und „Überden Nutzen und Gebrauch der alten geschnittenen Steine undihrer Abdrücke" (1768). Auch Herder, welcher sich durchKlotzens Vielschreiberei Anfangs täuschen ließ, beschäftigtesich in seinem zweiten und dritten „Kritischen Wäldchen"J769) mit der Kritik Klotzischer Schriften.
Hermann Samuel Reimarusim 66. Lebensjahre.
Gezeichnet und gestochen von Christ. Fritsch 1752. — Ausschnitt.
Hermann Samuel Reimarus, geb. 22. De-zember (a. St.) 1694 in Hamburg, Professor der Mathe-matik und der orientalischen Sprachen am Gymnasiumzu Hamburg, wo er am 1. März 1768 starb. Lessinghatte keine Gelegenheit mehr, persönlich mit ihm zu ver-kehren, aber mit dessen Kindern Elise und Heinrich warer in vertrautester hingehendster Freundschaft verbunden.H. S. Reimarus ist der Verfasser der von Lessingherausgegebenen „Wolfenbütteler Fragmente des Unge-nannten" (seit 1774), welche eine so erregte Polemikhervorriefen.
Johann Melchior Goezeim 50. Lebensjahre.
Gezeichnet und gestochen von Christ. Fritsch 1767. — Noch dem Exemplaredes Münchener Knpferstichkabinets. Ausschnitt.
Johann Melchior Goeze, geb. 16. (getauft21.) Oktober 1717 zu Halberstadt, studierte in Jena undHalle, Adjunktus seines Vaters in Aschersleben, 1750Prediger an der Heiligen Geistkirche in Magdeburg, seit1755 Pastor (Hauptpastor) an der Katharinenkirche inHamburg, 1760—1770 Senior des dortigen geistlichenMinisteriums, starb daselbst den 19. Mai 1786. Er istLessings Hauptgegner im Streite wegen der Wolfen-bütteler Fragmente in den Schriften: „Etwas Vorläu-figes gegen des Herrn Hosraths Lessing.An-
griffe" (1778), „Lessings Schwächen" (1778). LessingsHauptschriften gegen Goeze sind: „Eine Parabel", „Nö-thige Antwort", „Axiomata" und „Anti Goeze" (alle1778).