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XIX. Jahrhundert, erste Hälfte. Lyrik.
Adalbert von Chamisso (1781—1838).
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Adalbert von Chamisso.
Gezeichnet von Ritschel, lithographiert von Oldermann. Ausschnitt.
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Andersens Ballade: „Der Müllerbursch'3 in Chamissos eigenhändiger Über-setzung.
Original in der königl. Bibliothek zu Berlin. (Vers 1—7 auf der ersten, Vers 8—13 auf der zweiten Seite
des Originals.)
Louis Charles Adelaide de Chamisso (Adalbert von Chamisso,wie er sich selbst nannte), ist geb. 27. Januar 1781 auf Schloß Boncourt (verherr-licht im Liede: „Ich träum' als Kind mich zurücke"). Die Revolution vertrieb dieFamilie; nach manchem Umherirren fand sie 1796 in Berlin ein Asyl, wo AdalbertEdelknabe der Königin wurde. 1798 wurde er Fähnrich, 1801 Lieutenant imRegiment v. Götze in Berlin, 1805 rückte sein Regiment aus, 1806 wurde er inHameln Kriegsgefangener der Franzosen, und konnte erst 1808 aus dem Regimentsaustreten. Er nahm seinen Aufenthalt wieder in Berlin, machte Reisen, studierteseit 1812 Naturwissenschaften, machte 1815—1818 eine russische Reise um die Weltals Naturforscher mit. Er kehrte nach Berlin zurück, wurde 1819 Ehrendoctorder Universität, erhielt die Stelle eines Custos am botanischen Garten, wurde 1835Mitglied der Akademie, trat 1838 krankheitshalber in Ruhestand und starb zuBerlin den 21. August 1838. — „Peter Schlemihls wundersame Geschichte" (1814);„Gedichte" (zuerst gesammelt 1831); „Berangers Lieder, Auswahl in freier Be-arbeitung" (1838). Einzelne Gedichte: „Es geht bei gedämpfter Trommel Klang";„'s war einer, dem's zu Herzen ging". — Das Wort Schlemihl (aus Schelumel)gehört der Gaunersprache an und bedeutet Unglücksvogel, Pechvogel.
Franz Bernhard Heinrich Wilhelm Freiherr von Gaudy, geb. 19. April1800 zu Frankfurt a. O., trat 1818 in das Potsdamer Garderegiment ein,wurde 1821 nach Breslau versetzt, nahm 1833 seinen Abschied, kehrte nachBerlin zurück, wo er durch die Gnade des Kronprinzen Friedrich Wilhelm einenJahrgehalt genoß und starb am 5. Februar 1840. — Von seinen Gedichtensind am bekanntesten geworden seine Napoleon verherrlichenden „Kaiserlieder"(1835). Reisebeschreibung: „Mein Römerzug" (1836). Novelle: „Aus dem Tage-buche eines wandernden Schneidergesellen" (1836).
Franz Theodor Kngler, Kunsthistoriker und Dichter, geb. 18. Januar1808 zu Stettin, studierte Philologie und Kunstgeschichte, machte sein Bauexamen1829 in Berlin, wo er auch 1831 promovierte und sich seit 1833 habilitierte,1835 wurde er Professor an der Akademie der Künste zu Berlin, 1843 Referentfür Kunstangelegenheiten im Cultnsministerium, 1849 Regierungsrath und vor-tragender Rath, 1857 geh. Oberregierungsrath, starb zu Berlin den 18. März1858. — Bahnbrechend auf dem Gebiete der Kunstgeschichte war von Schriften:„Handbuch der Geschichte der Malerei" (1837), „Handbuch der Kunstgeschichte"(1842), „Geschichte der Baukunst" (1854ff.). Sammlungen seiner Gedichte: „Skizzen-buch" (1830), „Liederbuch für deutsche Künstler" (1833, zusammen mit R. Reinick),„Gedichte" (1840). Seine „Geschichte Friedrich des Großen" (1840—1842), mitseinen prächtigen Illustrationen von Menzel, ist Volksbuch geworden. Er schriebauch Dramen und Erzählungen. Von ihm ist das Lied: „An der Saale HellemStrande" (1826).