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XIX. Jahrhundert, erste Hälfte. Die Schwäbischen Dichter.
Wilhelm Hauff (1802—1827), Gustav Schwab (1792—1850), Albert Knapp (1798—1864).
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Wilhelm Hauff.
Anonyme gleichzeitige Origiimlzeichnung im Besitze der Verlagshandlnng. Ausschnitt. Hier znmersten Male veröffentlicht.
Wilhelm Hauff, geb. 29. November 1802 zu Stuttgart, studierte 1820bis 1824 iu Tübingen Theologie und Philologie, wurde Hauslehrer in Stutt-gart bis 1826, machte in diesem Jahre größere Reisen, übernahm 1827 die Re-daction des „Morgenblattes", starb aber schon in demselben Jahre am 18. Novem-ber in seiner Vaterstadt. — Geleseustes Werk: „Lichtenstein, Romantische Sageaus der Württembergischen Geschichte" (1826). Andere Schriften: „Märchenalma-nach für 1826, 1827, 1828": „Der Mann im Mond, oder der Zug des Herzensist des Schicksals Stimme" (1825, Persiflage Claurens); „Phantasien im BremerRathskeller" (1827); „Mittheilungen aus den Memoiren des Satans" (1826, 1827).Unter seinen Novellen seien erwähnt: „Othello" (1826), „Jud Süß" (1827), „DieBettlerin vorn Pont des Arts" (1828). Er dichtete die Lieder: „Steh' ich infinst'rer Mitternacht" und „Morgenroth, Morgenroth".
Gustav Schwab.
Ausschnitt aus der Lithographie von C. Pfann 1850 . Umgezeichnet.
L.
V-..,
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Vorderseite (a) und Rückseite ch) eines eigenhändigen Stammbuchblattes Hauffsaus seiner lustigen Tübinger Studentenzeit, 1824.
Das auf der Rückseite mit entsprechender burschikoser Bleistiftzeichnung von Hauff versehene Originalist im Besitze der Verlagshandlung.
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Albert Knapp.
Nach Originalphotographie umgezeichnet, welche Knapp seiner zweiten Frau schenkte; nach Urtheilseines Sohnes, des Herrn Stadtpfarrers Josef Knapp in Stuttgart, das beste Bild seines Vaters.
Albert Knapp, geb. 25. Juli 1798 zu Tübingen, bezog 1816 die Hoch-schule daselbst, verwaltete, bevor er 1831 nach Kirchheim unter Teck als Predigerkam, verschiedene Vicariate, erhielt 1836 die Stelle des Diaconus an der Spital-kirche zu Stuttgart, 1837 die des Oberhelfers an der Stiftskirche daselbst, 1845folgte er Gustav Schwab als Stadtpfarrer und Decan an der St. Leonhards-kirche nach. Er starb als solcher zu Stuttgart den 8. Juni 1864. — Samm-lungen seiner meist geistlichen Gedichte: „Christliche Gedichte" (1829), „NeuereGedichte" (1834), „Gedichte" (1854), „Herbstblüthen-Gedichte" (1854). Unter demCyklus von Liedern und Gedichten: „Hohenstaufen" (1839), das Gedicht: „Spiel-burg", „Wer zum Hohenstaufen reiset und nun auf der Höhe steht".
Gustav Benjamin Schwab, geb. 19. Juni 1792 zu Stuttgart, studierte1809—1814 in Tübingen Theologie und Philologie, wo er sich mit Uhland und Kernerbefreundete. 1815 wurde er Repetent am Tübinger Stifte, 1817 Gymnasialpro-sesfor in Stuttgart, wo sein Haus der gastliche Mittelpunkt litterarischen Verkehrswar. 1837 zog er die Stelle eines Pfarrers in Gomaringen dem vielseitigen Stutt-garter Leben vor, kehrte jedoch 1841 nach Stuttgart, und zwar als Stadtpfarrerzu St. Leonhard und Decan zurück. 1845 wurde er Oberconsistorialrath undOberstudienrath daselbst; er starb hier den 4. November 1850. — Unter Schwabs„Gedichten" (zuerst 1828—1829) sind es namentlich die „Romanzen", welche seinenDichterruhm begründeten. Andere Schriften: Das treffliche Prosawerk „Die schönstenSagen des klassischen Alterthums" (1838—1840); „Buch der schönsten Geschichtenund Sagen. Für Jung und Alt" (1836—1837): „Wanderungen durch Schwaben"(1837—1838); „Schillers Leben" (1840). Als Redacteur des poetischen Theilesdes „Cotta'schen Morgenblattes" (1827—1838) und Herausgeber des „DeutschenMusenalmanachs" (1833—1838) war er namentlich von großem Einfluße auf diejüngere Generation unserer Dichter.