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Bilderatlas zur Geschichte der Deutschen Nationallitteratur : eine Ergänzung zu jeder Deutschen Litteraturgeschichte : enthaltend 1675 Abbildungen / von Dr. Gustav Könnecke
Entstehung
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XIX. Jahrhundert. Unsere Zeitgenossen.

Johann Gustav Droysen (1808-1884), Max Duncker (18111886), Georg Waitz (18181886), Heinrich von Sybel (geb. 1817).

Johann GustavDroysen, geb. 6. Juli1808 zu Treptow a. dTollense, 1833 Privatdocent, 1835 außerordentlicher Professor der Ge-schichte in Berlin, 1840ordentlicher Professor inKiel, Mitglied der Frankfnrter Nationalversammlung, 1851 in Jena, 1859in Berlin Professor, warauch Mitglied der dorti-gen Akademie, starb inBerlin den 19. Juni 1884.Geschichtliche Werke:Geschichte Alexanders desGroßen" (1833),Geschichte des Hellenismus(18361843),Leben desFeldmarschalls GrafenPork von Wartenburg"(18511852),Geschichteder Preußischen Politik(18551881; unvollendet). Übersetzungen:Die Tragödien dechylos" (1832),Die Komödien des Aristophanes(1835-1858).

WMUW

Johann Gustav Droysen.

Ausschnitt aus einer Originalphotographie.

MaximilianWolf-gangDuncker,geb.15.Ok-tober 1811 zu Berlin,wurde als Mitglied derBurschenschaft zu sechs-jähriger Festungshaft ver-urtheilt, aber bald begna-digt, 1839 Privatdocentder Geschichte in Halle,1842 außerordentlicherProfessor daselbst, Mit-glied der Frankfurter Na-tionalversammlung unddes Erfurter Volkshausesund des ersten Preußi-schen Landtages, 1857 or-dentlicher Professor in Tü-bingen, ,1859- als Gehei-mer Regierungsrath insMinisterium nach Berlinberufen, wurde 1861 Vor-tragender Rath beim Kron-prinzen, 1866 zeitweiseCivilcommisiar in Knr-hessen, 1867 Director derStaatsarchive und trat1874 als Geheimer Ober-regierungsrath in denRuhestand, setzte jedochseine Lehrtätigkeit an derBerliner Kriegsakademiefort. Am 21. Juli 1886starb er auf der Reise inBayreuth. Er war Mit-glied der Berliner undMünchener Akademie undHistoriograph des Preu-ßischen Staates. Haupt-werk:Geschichte desAlterthums" (1852 ff.),Die Krisis der Reforma-tion" (1840),Zur Ge-schichte der Reichsver-sammlung in Frankfurt"(1849),Heinrich von Ga-gern"(1850),Vier Mo-nate auswärtiger Politik"(1851),Feudalität undAristokratie" (1858),Ausder Zeit Friedrichs desGroßen und Friedrich Wil-helms II." (1876).

Max Duncker.

Ausschnitt einer Kreidezeichnung.

Georg Waitz.

Verkleinerter Aueschnitt aus einer Radierung von Hans Meyer vom Jahre 1883 nach einemGemälde von Ludwig Knaus.

Heinrich von Sybel.

Ausschnitt aus einer Originalphotographie.

Georg Waitz ist geb. 9. October 1813 zu Flensburg. Er wandte sich zuerst derJurisprudenz zu, wurde aber in Rankes Seminare (18331834) ganz für die Geschichtegewonnen. Seit 1836 war er in Hannover als Mitarbeiter an den Noimnienka Oornmiimellistorioa, 1842 wurde er außerordentlicher Professor der Geschichte in Kiel. Er nahmsehr entschieden gegen Dänemark Stellung, wurde Abgeordneter der Nationalversammlung,nahm 1849 eine ihm schon 1847 angebotene Professur in Göttingen an, wurde 1875nach Berlin als Geheimer Regierungsrath an die Spitze der Herausgabe der NonamentaOernmnmo llistoricm berufen, wurde Mitglied der Berliner Akademie, starb zu Berlin den24. Mai 1886. Hauptwerk:Deutsche Verfassungsgeschichte" (1844 ff., sieben Bände),Schleswig-Holsteinsche Geschichte" (18511854),Lübeck unter Jürgen Wullenweberund die Europäische Politik" (18551856). Im Jahre 1842 entdeckte er die Merse-burger Zaubersprüche (siehe Seite 6) und im Jahre 1839 in der Pariser Bibliothekwichtige Lebensnachrichten über Ulfilas.

Heinrich von Sybel, geb. 2. December 1817 zu Düsseldorf, studierte seit 1834in Berlin unter Ranke, promovierte 1838, habilitierte sich 1839 in Bonn für Geschichte,

wurde dort 1842 außerordentlicher, 1845 in Marburg ordentlicher Professor, war Mit-glied des Frankfurter Parlaments, wurde 1856 als Professor nach München, 1861 nachBonn berufen. Er war wiederholt Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses und desReichstages. 1875 wurde er Director der Preußischen Staatsarchive, als welcher er jetztmit dem Range eines Rathes erster Klasse und dem Titel eines Wirklichen Geheimen Ober-Regierungsrathes in Berlin lebt. Den Akademieen von Berlin und München gehört erals Mitglied an; 1886 wurde er an Rankes Stelle Vorsitzender der Münchener histori-schen Commission. Hauptwerke:Geschichte der Revolutionszeit von 1789bis 1795 (1853 sf.),Geschichte der Revolutionszeit von 17951800" (1872 ff.).Geschichte des ersten Kreuzzugs" (1841),Der heilige Rock zu Trier und die anderenungenähten Röcke Christi" (1844, zusammen mit Gildemeister),Die Entstehung desdeutschen Königsthums" (1844),Die Erhebung Europas gegen Napoleon" (1860),Prinz Eugen von Savoyen" (1861),Die Deutsche Nation und das Kaiserreich"(1863),Kleine historische Schriften" (1863 1881),Historische Zeitschrift" (seit1856).