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6. Geistliche Liederdichter. Benj. Schmolck (-H 1737). L. Laurentii(st 1722). I. A. Freylinghausen (st 1739). E. Neumeister (st 1756: dichteteüber 700 Lieder). K. H. von Bogatzky ich 1774; über 400 geistliche Lieder).Ph. Fr. Hitler <ch 1769). I. I. Rambach (st 1735).
k. Halkerstadter Dichterkreis. Mittelpunkt desselben war I. W. L.Gleim in Halberstadt. Weil die Mitglieder desselben fast alle in Preußenwohnten und Friedrich den Großen feierten, nannte man sie auch PreußischeDichter. Nach dem Vorbilde des heiteren Anakreon priesen sie Liebe. Wein.fröhliche Lebenslust, daher ihr zweiter Name: Anakreontik er. Ludwig Gleimich 1803. dichtete gute Lieder und Fabeln. Nachbildung der Minnesinger undPetrarkas. Eigentümliche kurze Lehrgedichte im roten Buche oder Halladat alsErgebnis seines Studiums des Korans). Ewald Christ, von Kleist ch 1759an den in der Schlacht bei Kunersdorf erhaltenen Wunden). Johann PeterUz ch 1796). K. W. Ramler ch 1798. Oden und Kantaten). I. G. Jacobi(4 1814). Joh. Nik. Götz ch 1781). Joh. Benj. Michaelis ch 1772. Fabeln,z. B. Milchtopf). Klamer Schmidt ch 1824). Günther von Göckingk (st 1828;Lieder zweier Liebenden). Anna Luise Karschin ch 1791. Jmprovisatrice).Z. Liopstock mii den Garden nnd Myllendichtern.
Fr. Gottl. Klopstock (1724—1803) Verschmelzung des Deutschen. Christ-lichen und Altklassischen. Als Lyriker bereitet er die 2. Blüteperiode unserer Litte-ratur wesentlich vor. Schiller verdunkelte ihn bald und zeigte das Steife seinerPoesie. Die Barden: K. Fr. Kretschmann ch 1809). Joh. Mich. Kosm.Denis ch 1800). Karl Mastalier (ch 1795).
Die Jdyllendichter: Sal. Geßner (ch 1787). Franz Tav. Bronner(ch 1850).
k. Erging. Gotthold Ephraim Lessing. der zweite große Geist, der diedeutsche Litteratur neu gestalten half ch 1781 zu Braunschweig).
i. Satiriker: Christian Ludw. Liskow ch 1760. Gegen die Viel-schreiberei). Aloys Blumauer (ch 1798. Travestierte Äneis). I. I. Pyra;I. Casp. Rost; S. Gotth. Lange (richteten Satiren gegen Gottsched).
k. Dramatiker: I. I. Engel (ch 1802). A. Will,. Jsfland. Aug.v. Kotzebue. Chr. Felix Weiße. Brüder Schlegel und I. Fr. v. Cronegk.W. von Brawe. Wilh. Götter. Wilh. v. Gerstenberg (ch 1823. Ugolinoist die von Dante erzählte Hungertodsgeschichte in dramatisierter Form). Cornel.Herm. von Ayrenhoff. I. Fr. Bretzner (Lustspiele). Fr. Ludwig Schröder.
t. Metcmd und die Nüterdichter.
Christoph Martin Wieland (ch 1813. War dem französischen Geiste zu-gethan. Phantasiereich. In Prosa wie in Poesie gleich fruchtbar. Schriebmeist für die feine gebildete Welt. Glättete unsere Sprache. Gab durchÜbersetzen Einblick in fremde Litteraturen. Schuf den philosophischen Roman(Agathon). Wurde Vorbild der Ritterdichter und Romanschreiber. Ritter-dichter: von'Nicolay. von Alxinger (Doolin von Mainz). Fr. Aug. Müller(Richard Löwenherz).