IV
Romanze und Ballade, Travestie und Parodie, Volksepos und Kunst-epos, Roman und Novelle, Drama und dramatisches Gedicht, sowieinsbesondere auch die zum erstenmal abgehandelten musikalisch drama-tischen, wie musikalisch kirchlichen Formen, welche in einer hoffentlichauch den speziellen Forscher und Musiker befriedigenden Vollständigkeitdiesem Teil einverleibt sind und deren Charakteristisches (z. B- von »Singspiel und Vaudeville, Kantate und Oratorium, Oper und Musik-drama, Operette und Schauspiel mit Musik rc.) eingehend dargelegtwerden konnte.
Erleichtert wurde das Streben des Verfassers durch das Ent-gegenkommen hervorragender Fachgelehrten und namhafter Dichter,welche Privat- wie öffentliche Bibliotheken erschließen halfen und michmehr oder weniger bei den Korrekturen unterstützten. Dankbar er-wähne ich besonders den aus meinen Rückertbüchern wohlbekanntenRückertfreund Karl Putz, den musikalischen Schriftsteller und Hof-kapellmeisier Max Seifriz, den 1. Custos der k. k. HofbibliothekDr. Faust Pachter, Hofrath Dr. v. Zoller, Geh. Hofrath Dr. v. Wehl,Rektor Dr. Blancke, Gymnasialdirektor Dr. Authcnrieth, ProfessorDr. Siebenlist-Preßburg, Viktor v. Scheffel, Professor Dr. Ioh.Minckwitz, Bibliothekvorstand Professor Dr. Wintterlin u. a. Er-freulich war auch am Ende meiner langjährigen Arbeit im Diensteeines für unsere ganze Kultur bedeutungsvollen Unternehmens dieausnahmslos anerkennende Beurteilung derselben seitens der geachtetstenKritik, die wärmsten schriftlichen und mündlichen Beifallsäußerungenvon den ersten Dichtern unserer Nation und unvermutete Auszeich-nungen poesiekundiger Fürsten, welche die Dichtkunst mehrfach för-derten und in ihren Trägern ehrten.
Indem ich dem deutschen Publikum den vorliegenden zweiten^ Band darbiete, hege ich den Wunsch, daß demselben eine gleich wohl-
wollende Aufnahme zu teil werden möge, und somit das ganzeWerk erkannt werde: als Vereinigung alles, seit Aristoteles,Horaz und Opitz auf den Gebieten der Poetik Gebotenen;als ein zuverlässiges Quellenwerk und Nachschlagebuch fürden Litterarhistoriker; als ein Hülfsbuch für den Dichter;als ein Lernbuch für den studierenden Jüngling und die bil-dungsuchende Jungfrau; als ein allseitiges, umfassendesHandbuch deutscher Poesie für den Lehrenden wie für den