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Erster Band.
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Weiler ist einer wunderbar anmutigen melodischen Verschmelzung derLaut- und rhythmischen Malerei zu gedenken, die Goethe als Geisterchor imFaust giebt, und worin er mit spielend tändelnden Worten dem Geiste eineFülle der lieblichsten Bilder entrollt:

Schwindet, ihr dunkelnWölbungen droben!Reizender schaueFreundlich der blaueÄther herein!

Wären die dunkelnWolken zerronnen!Sternelein funkeln,Mildere SonnenScheinen darein.Himmlischer SöhneGeistige Schöne,Schwankende BeugungSchwebet vorüber,Sehnende NeigungFolget hinüber,

Und der Gewänder

Flatternde BänderDecken die Länder,Decken die Laube,

Wo sich für's LebenDies in GedankenLiebende geben.

Laube bei Laube!Sprossende Ranken!Lastende TraubeStürzt in's BehälterDrängender Kelter,Stürzen in BächenSchäumende Weine,Rieseln durch reineEdle Gesteine,

Lassen die HöhenHinter sich liegen, rc.

Interessant ist noch, wie die Lebhaftigkeit der Schilderung und die rhyth-mische Malerei den Dichter oft veranlaßt, mitten im Gedicht der Stimmungentsprechend das Metrum plötzlich zu ändern und mittels Durchbrechung derGrenzen des Metrums die Gewalt der Handlung zur Anschauung zu bringen..So tritt in der fünften Zeile des nachfolgenden Gedichts an Stelle der jam-bischen Bewegung plötzlich die entschlossene daktylisch-trochäische, um sodann wiederdem ruhigen Jambus Platz zu machen.

Da zerret an der Glocke SträngenDer Aufruhr, daß sie heulend schallt,

Und, nur geweiht zu Friedensklängen,

Die Losung anstimmt zur Gewalt.

Freiheit und Gleichheit! hört man schallen;

Der ruh'ge Bürger greift zur Wehr rc.

(Schiller.),

Vgl. hierzu noch folgende Probe von demselben Dichter:

Gerichte Gottes! Ja er ist es selbst,

Der Landvogt, der da fährt — dort schifft er hin,Und führt im Schiffe sein Verbrechen mit!

Schnell hat der Arm des Rächers ihn gefunden,Jetzt kennt er über sich den stärkern Herrn.

Diese Wellen geben nicht auf seine Stimme,