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Erster Band.
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tz 97. Über Metrum und Metren.

1. Man nennt den Verstakt — wie bereits tz 84 erwähnt wurde-— ein Metrum (Maß), insofern man ihn als Schema oder Musterfür den Aufbau eines ganzen Gedichtes betrachtet: als das dem Ge-dichte zu Grunde liegende Formelement.

2. So verschiedenartig die Verstatte sind, so verschiedenartig sind-auch die Metren Maße).

1. Das schematiche Metrum für den Ausbau deS nachfolgenden Gedichtsist: ^ —

Beispiel:

Es war i ein Tag j im jun i gen Mai, ! aM wei > ßen Strän i de saß i en wir, jUnd träumerisch mit stummem Blick die Abendfernen maßen wir;

Die Sterne zogen langsam auf, die Augen irrten mählich abUnd fanden sich und hielten sich, und Welt und Stern vergaßen wir.

(Wilh. Jensen.)

2. Wollen wir die im 8 05 Ziffer 2 gegebenen Beispiele hinsichtlich derVerschiedenartig^ der Metren in's Auge fassen, so müssen wir sagen: Im1. und 2. Beispiel beginnt das Metrum mit der Thesis, im 3. und 4. mitder Arsis. Ferner: Im 1. und 3. Beispiel (« und /) ist die Thesis einsilbig,im 2. und 4. (,)' und <k) ist sie zweisilbig.

Die Verschiedenartig^ der Metren äußert sich in ihrer steigenden oderfallenden Bewegung. Steigend nennt mau die Metren, wenn sie mit derThesis beginnen - und ^ ^ ; fallend sind sie, wenn sie mit der Arsisanheben (- ^ und - ^ ^). Das Metrum im 8 05 Ziffer 2, « und iststeigend, ^ und ck ist fallend.

K 98. Eintaktige (mouopMsche) und sweitaktige (bipedische)

Messung.

1. Unsere deutschen Maße (Metren) umfassen durchweg nur jeeinen Verstakt (Monopodie). Will man die Ausdehnung der Versefeststellen, so hat man nur die einzelnen Verstakte zu zählen. Wirkönnen in unserer Poesie nur von einer eintaktigen (monopodischen)Messung sprechen.

2. Bei den Griechen war die dipodische Messung vorherrschend.

1. Die eintaktige Messung ist für unsere Poesie schon deshalb angezeigt,weil wir viele eintaktige Verse haben. (Vgl. 8 H'ü.) Außerdem empfiehltsie sich durch ihre Einfachheit.

2. Bei den Griechen bildeten je 2 Füße ein Metrum, also eineTipodie; somit mußten sie sich im Hinblick auf ihre Metren der dipodische«Messung bedienen. Die verdoppelte Setzung des Jambus -) oder des Trochäus-