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Die Einführung des Spondeus in die ersten vier Takte des Hexametersist berechtigt, da ja das Traurige, Langsame, Schwere nicht die hüpfende Formdes heiteren Daktylus verträgt. Da dem Griechen zwei Kürzen für eine Längegalten, so war die Einführung des Spondeus in den Vers leicht ausführbar,und man hatte nur darauf zu halten, das; zur Wahrung des Verscharaktersder fünfte Takt ein Daktylus blieb.
Das Schema des Hexameters ist nun folgendes:
Ein Blick in das Wesen des Hexameters zeigt uns das allerwärtS wir-kende Gesetz von Satz und Gegensatz: das Gesetz des Parallelismusder Glieder (pnruUslismns inanrdroruin). Wie dieses geistige Gesetz derSatzbildung z. B. in der Poesie der Hebräer maßgebend war, so findet esauch beim Hexameter seinen sprachlichen Ausdruck im metrischen Gleich- undGegengewicht.
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Schon Aristoteles nennt die drei ersten Takte des Hexameters das rechteund die drei letzten das linke Glied des Hexameters. Er unterscheidet alsozwischen Vorder- und Nachsatz.
Minckwitz bekämpft die Schulregel, wonach der fünfte Takt des Hexametersein Daktylus sein müsse; er spricht also gegen die daktylische. Grundform desHexameters, und zwar aus dem Grund, weil Homer im Hexameter (den letztenTakt ausgenommen) beliebig Daktylen und Spondeen angewendet habe.
2. Cäsuren. Um der Eintönigkeit in noch anderer Weise entgegen zutreten, hat man den Mittelschnitt verschoben und darauf Rücksicht genommen,daß Wort- und Verstatte nicht zusammen fallen. Die so entstandenen Eäsurentreten mit dem Rhythmus in Gegensatz, sofern sie nicht mit dem Ende derrhythmischen Reihe zusammensallen. Voß hat die Eäsuren auch für die deutschePoesie zum einheitlichen Gesetz erhoben.
Es giebt nunmehr im Hexameter notwendige, von jedem Dichterzu beachtende Eäsuren und zufällige oder schmückende.
Notwendige Eäsuren im dritten oder im vierten Takte. Es sind:
I. die männliche Eäsur im dritten Takte. (Griech.
— aus fünf halben d. i. 2*/z Teilen bestehend.) Man nennt sie auch dieepische oder heroische Eäsur. Sie ist die gebräuchlichste.
Mütvöll j eilt er vor > an; jj chm j folgte der i mächtige s Heerbann.