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Erster Band.
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sichtlich. Der Sehende erkennt in diesen Stellen feste Regel und klaren Zweck.Mächtig erhöht der Stabreim den altertümlich schreckhaften Eindruck der Er-scheinungen, und es werden die Schicksalsschwestern dadurch in die Sphäreeiner eigenartig germanischen Anschauung-- und Empfindung-weise gezogen:l?air is foul, anck koul is kair.

Ilover tbrougch tbe kvK auä kiltbz- air. (1. Auftritt.)

I vill ärckiu bim ärv as bav:

8Isep sball, neitbsr ni^bt vor äav,

Aanx upon bis xeutbouso lick.

As sball live a man korbn!. (3. Akt.)

Ähnlich in der Rede Banguos und der Schicksalsschwester durch 21 Zeilen,desgleichen im 1. Austritt des 4. Aktes (z. B. Aillsl ok w kenn)- snubs rc.).So verstand es Shakespeare, dem Zusammenklang zauberische Beweiskraft zuverleihen und den Eindruck auf Ohr und Geist des Hörers zu verstärken.

Goethe hat in noch wirkungsvollerer Weise die Allitteration verwendet,und zwar kunstvoll und in freier Weise, so daß sie das Auge des Laien nichtohne Weiteres entdeckte und letzterer geneigt war, sie für zufällig zu halten.Ich verweise auf die Beispiele von Goethe in ß 129 d. B.

5. Ein rundes Jahrtausend war seit dem letzten deutschen Poeten ver-gangen, der die Allitteration im Heliand anwandte, als nach Fouquss Vor-gang, welcher die Allitteration in großem Stil wieder anwandte (Werke, Band1 — 3), der geistreiche Dichter Wilhelm Jordan das Wiederaufleben derAllitteration forderte und dieselbe in seinem epochebildenden Epos „Nibelunge"erfolgreich anwandte. Ihm schloß sich der bahnbrechende DichterkomponistRichard Wagner an, der wie kein Zweiter die Bedeutung des Stabreimsfür den deutschen Rhythmus erkannte und seinen „Ring des Nibelungen"(6. Bd. seiner ges. Schriften) in Allitterationen schuf. Die Allitteration indieser Dichtung ist für die Recitation passend und auch für den Gesang nichttadelnswert, sofern die „zuweilen zischenden Stäbe" durch den melodischenGesang auseinander gehalten werden.

Da sich in den vorhergehenden Paragraphen genug Beispiele aus W. JordansNibelunge finden, so geben wir nur noch einige Proben aus Richard WagnersNibelungenring.

a. Woge du Welle, walle zur Wiege,

Wagalawaia!

Kennst du mich gut, kindischer Alp?

Nun sag, wer bin ich, daß du so bellst?

Im kalten Loch, da kauernd du lagst,

Wer gab dir Licht und wärmende Lohe,

Wenn Loge nie dir gelacht?

b. Wohl taugte dir nichtdie tör'ge Maid,

die staunend im Rate,nicht dich verstand.

Wie mein eigner Ratnur das Eine mir riet, —zu lieben, was du geliebt.