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Der Herr hat GroßesAn uns gethan.
Ehre sei Gott in der Höhe!
(Geibel, Am 3. Scptbr. 1870.)
Darf verliebt der eigne VaterIn die eigne Tochter sein?
Heute bin ich es in spaterAbendzeit bei KerzenscheinGewesen In mein eignes kleines Töchterlein rc.
(Rückert, Nachtrag zum Liebessrühling.)
Hoch klingt das Lied vorn braven Mann,
Wie Orgelton und Glockenklang.
Wer hohen Muts sich rühmen kann.
Den lohnt nicht Gold, den lohnt Gesang.
Gottlob, daß ich singen und preisen kann,
Zu singen und preisen den braven Mann rc. (Bürger.)
Aus der Jugendzeit, aus der Jugendzeit
Klingt ein Lied mir immerdar;
l6 Ww liegt so weit, o wie liegt so weit,
Was mein einst wär! (Rückert.)
In der vorstehenden Strophe wirkt der schöne Wechsel von Anapästen,Trochäen und Jamben so charakteristisch als nur möglich. Dazu kommt diekurze Abschlußzeile.
Gustav Adolf aus Schweden,
Du königliches Blut,
Wer soll auch wohl beredenDas ganze Deutschland gilt,
Daß es nicht sollte ZährenDir zu Ehren
Weinen wie Tröpfen Blut rc. (Volkslied.)
Der Wechsel des Rhythmus, der Übergang aus dem lrochäisch-daktylischenMetrum in's jambische rc. wirkt hier — ganz abgesehen von den kurzenZeilen — charakteristisch genug.
Dasselbe gilt von den obigen Beispielen, denen wir noch Geibels Morgen-wanderung anschließen, wo der jambische Rhythmus durch den trochäischenunterbrochen wird, um in der letzten, berechnet abschließenden Verszeile demjambisch-anapästischen Rhythmus Platz zu gönnen: