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Erster Band.
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9. g. a k e.

Beispiel:

In Gluckgluck leb' ich,

In Gluckgluck schweb' ich;

Und wer in Gluckgluck lebt,

Das ist mein Bruder.

(Aus Hofmanns schlesischen Volksliedern S. 259.)

10. 5t b 6 ä.

Die weiteren Kombinationen g. b a, a, nbon, nboe, nkdvkommen bei besseren Dichtern nicht vor. Dagegen finden wir reimlose vier-zeilige Strophen (a d o ä) bei Kleist, Klopstock, Herder, Heine, Goethe, Platensowie besonders in serbischen, österreichischen, polnischen und deutschen Volks-liedern; auch die indische Liebesklage (übersetzt in HöferS indischen Gedichten II.142) ist in dieser Strophe gedichtet. Die Strophe ist der Ansang zur un-strophisch regellosen Hymne, zur Dithyrambe wie zur Ode.

Beispiele:

a. Im Nebelgeriesel, im tiefen Schute,

Im wilden Wald, in der Winternacht,

Ich hörte der Wölfe Hungergeheul,

Ich hörte der Eulen Geschrei. (Goethe.)

b. Komm doch, Herr, und laß dich seyen!

Auch du, Herrin, laß die Schlüssel klingen,

Auch du, Fräulein, komm und spiel' mit uns,

Denn drei Kränze brachten wir für's Haus.

(Aus Volkslieder der Polen, 1833. S. 18.)

Weitere Beispiele s. Wila, serb. Bolksl. v. Gerhard I. 174; Tschiickka,österr. Bolksl. S. 92 ; Erk, deutsche Volks!. 72 u. s. w., sowie die Publikation„Laudon im Gedicht und Liede seiner Zeitgenossen" S. 120.

K 202. Fünfteilige Strophen.

Wie die beiden Otfriedschen Langzeilen gebrochen die vierzeiligeStrophe bildeten, so entwickelte sich durch Hinzufügung einer Halb-zeile die fünfteilige Strophe. Die beiden in 4 Halbzeiten geteiltenLangzeilen bildeten gewissermaßen die Stollen des Aufgesangs, währenddie fünfte Zeile als Abgesang angesehen werden konnte, z. B.:

1. Stollen. Hin nabtsAai äiu snnc so voi,

äkm man ir's imsr äanksn svl,

2. Stollen. Duck anäern kleinen vo^eliin:

äo äaht' iob an äis vrourven min:

Abgesang. äiu ist mins borgen knniAin.

(Gotfr. v- Nifen. Vgl. Hagens Btinnes. I. 62.)