Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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W. Wackernagel: Der Christbaum.

K. Mayer: Glockenlaute.

Arndt: Himmelfahrt.

Grüneisen: Hinauf.

Fr. v. Schlegel: Der Ewige.

Herder: Das Saitcnspiel.

Eichendorsf: Wer hat dich, du schöner Wald.G. Jakobi: Gott in der Natur.

Geibel: Morgenwanderung. Gute Nacht.Wilh. Müller: Das Frühlingsmahl.

Ad. Stöber: Wachtelschlag.

A. Knapp: Der Morgenstern.

Spitta: Kehre wieder, kehre wieder.

K. Gerok: Kinderaottesdienst.

Fr. Eggers: Trost, u. a.

2. Das Kirchenlied.

1. Zum Kirchenlied wird das geistliche Lied, wenn es in Spracheund Gedanken bestimmte Beziehungen auf die kirchlichen Dogmen undden Kultus der bestimmten Konfession nimmt, wenn es, von epischenMotiven ausgehend, von Jesu Leben und Leiden erzählt rc.

Das Kirchenlied unterscheidet sich vom geistlichen Lied, wie sichdas Volkslied vom Lied der Kunstpoesie unterscheidet. Es kann sichNiemand hinsetzen, ein Volkslied oder Kirchenlied zu dichten; er mußwarten, ob sein Lied je zum Volks- oder Kirchenlieds wird. Kirchen-lied — geistliches Volkslied, auch da, wo es einen bekannten Verfasserhat. Weil es Anklang fand, ist es in die Volksgesangbücher gekommen,und es fand Anklang, weil es das christliche Gesamtbewußtsein, daschristliche Gesamtbekenntnis aussprach.

2. Von großem Einfluß auf die Entwickelung des Kirchenliedswar die hebräische Lyrik.

3. Luther wurde der Begründer des evangelischen Kirchenlieds.

4. Eine Epoche in der Geschichte des Kirchenlieds bildet PaulGerhardt. Die wertvollste Sammlung von Kirchenliedern hat Ph.Wackernagel herausgegeben.

1. Das Kirchenlied hatte ursprünglich den Zweck, dem liturgischen Kirchen-gebrauche zu dienen. Seine Bezugnahmen auf den kirchlichen Lehrbegriff be-fähigten es, das Evangelium zu verbreiten und den neuen Glauben zu beleben.

Oft knüpfte der Dichter des Kirchenlieds an die Erzählung vom LebenJesu die Entwickelung jener inneren Zustände, welche die Betrachtung derselbenweckt. Insofern ist das Kirchenlied episch-lyrisch. Geht der Dichter weiter unddurchdringt er seine epische Grundlage mit einem subjektiven, persönlichen Motiv,mit einem Seelenvorgang, der nur ihm gehört, dann ist sein Lied subjektivesgeistliches Lied, nicht aber Kirchenlied der Gemeinde. Dies ist der Grund,weshalb die katholische Kirche, bei welcher zur christlichen Geschichte — so zu