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n. Nordische Völker. Die Poesie der nordischen Völker trägt dengermanischen Charakter des Ernsten, Großartigen, Überwältigenden. Die DichterBaggesen (f 1826,' er schrieb auch 2 Bände deutscher Gedichte), Steffens('s 1845, ein. Norweger), Munch, Bierregaard (Norweger), Öhlenschläger('s 1850, Däne) und die Schweden Atterbom, Dahlgren, Nicander, Tegner(f 1847) u. a. haben in ihren Litteraturen Unvergängliches geschaffen.
o. Inder. Lyrische Dichtungen der alten Inder finden sich in den
Vedas. Bedeutende Lyriker sind: Tschaura, Ghatakarpara, Bhartrihari, Amaru,Kalidasa, sowie Jayadevas, der Verfasser des herrlichen Liebesidylls Gita-Gowinda. In unserem Jahrhundert werden als hervorragende indische Lyrikergerühmt: Mumm aus Delhi (P 1852), Na^ir (f- 1843), Atasch (f 1847),Mul-Chand, der Übersetzer des Schah-Nameh; endlich Mamnun, der beliebtesteindische Lyriker der Gegenwart u. a. m. »
p. Perser. Zu den berühmtesten Lyrikern des 12. Jahrhunderts gehören:der Odendichter Chakani, und Saadi. Dann begann mit Hafis die Blüte derpersischen Lyrik. (Man vgl. die deutschen Ausgaben: Daumers Hafis, 2. Ausg.Hamburg 1846. Ferner: Duftkörner aus persischen Dichtern, gesammelt vonHammer-Purgstall; endlich Rückerts Östliche Rosen rc.) Erwähnenswert sind:Enweri, Nisami, Dschelaleddin-Rumi, Dschami u. a.
y. China. Als Denkmal der chinesischen Lyrik ist vor allem das vonRückert in metrischem Deutsch nachgebildete Liederbuch Schi-King zu erwähnen.
r. Araber. Bei den Arabern ist besonders Abu Temmam (der Sammlerder von Fr. Rückert in's Deutsche übertragenen Hamasa) neben vielen andernLyrikern zu nennen, die der Leser zum Teil aus der erwähnten NückertschenHamasa kennen lernen kann u. s. w. Vgl. auch von Rückert: AmrilkaiS rc.,sowie Hariri rc.
s. Türken. Die beiden größten Lyriker der Türken waren Tedickati(fi 1508) und der unsterblich gepriesene Baki (P 1600) u. s. w.
Anthologien und Hilfsmittel.
u. Für andere bedeutende Lyriker fremder Litteraturen, die hier begreiflicher-weise nicht genannt werden konnten, sowie für ausgewählte Proben verweisenwir 1. auf Jolowiczs Polyglotte der orientalischen Poesie (Leipzig 1856), sowie2. auf Scherrs Bildersaal der Weltlitteratur (Stuttg. 1848 und 1860).Erstere Anthologie umfaßt Chinesen, Inder, Hebräer, Araber, Perser, Syrer,Türken, Tscherkeffen, Afghanen, Armenier, Mongolen, Kalmücken, TurkomanenKurden, Aesiden, Javanesen, Malayen, Bugis, Makassaren und MadagassenScherr behandelt Indien, China, Hebräer, Arabien, Persien, Türkei, Hellas,Rom, die Troubadours, Italien, Spanien und Portugal, Frankreich, England,Schottland, Irland, Nordamerika, Deutschland, Niederland, Skandinavien, so-wie die Slavenländer: Böhmen, Serbien, Polen, Rußland nebst Ungarn undNeugriechenland rc.