Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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Montholon.

Du bist, o Herr,

Inmitten deiner Treuen.

Napoleon.

Wo?

Montholon.

Ein Felsensitz.

Sankt Helena?!

Napoleon.

MontholonDu sprichst es aus.

Napoleon.

Die Zeit ist um,

Abtrünnig werd' ich selber mir, so wie die Welt- —

Die mein annoch sich nennen ruft herbei; ich willAbrechnen mit dem Leben.

Montholon (die Thüre öffnend)

Tretet alle her!

(Gesolge, die Kinder tnieen am Bette.)

Napoleon.

Daß ich geliebt bin worden, legt ihr Zeugnis ab.

Habt Dank! Ich aber scheide hin. Bald haben sie,

Mit deren Kronen ich gespielt, den Haß gekühlt.

Sie ließen uns nur unsrer Thaten Ruhm zurück.

Ihr werdet bald, aus selbst erkorner Haft erlöst,

Mein stolz durch mich gewesnes Frankreich wiedersehn,

Und trauern an dem vielgeliebten Seinestrand.

O grüßt mein Frankreich, grüßet mir mein heimisch Land!

Wär' Frankreich dieser nackte stnrmgeschlagne Fels,

Ich wollt' ihn lieben. ,

Montholon.

Frankreich finden wir, o Herr,

Nur immerdar, wo dein geweihtes Haupt verweilt.

Nap oleon.

Nicht also, nein, — mein Frankreich grüßt und meinen Sohn.

Entfernet euch; nicht sollet ihr mich weinen sehn, —

Grüßt meinen Sohn, den grausam mir entfremdeten; —

Mein Sohn, mein Sohn!

Anto marchi.

Gehorcht dem Kaiser, tretet ab!

(Napoleon ist mit verhülltem Antlitz zurückgesunken. Alle besten fragend die Augen auf Anto-marchi, der unverwandt den Kranken betrachtet. Sie entfernen sich zögernd.)

Anto marchi (allein bei Napoleon. Lange Pause. Er wirft sich in einen Sessel imVordergründe und verhüllt sein Antlitz.)

Lösch' aus, du Stern der Herrlichkeit!

(Es erscheinen Europa, Geschichte und Poesie. Napoleon streckt die Arme nach ihnen aus.)

Europa.

Napoleon!

Weltherrscher einst, in Fesseln nun Verschmachtender;

Zurück von dir nicht fordernd i>as vergossne Blut,