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8. Am schönsten erscheint die vorherrschend weibliche Cäsur im4. Takt.
Beispiele:
a. im 3. Takt: Die Kin der schla ^ fen, o mor . de nicht > den sü ! ßen Schlaf.
(Platen IV, 26.)
k. im 4. Takt: Dnrch Zeuch ^ und Was j ser geh ^ ich, o wie > Pamina that.
(Ebenda IV, 24.)
9. Würden trochäische Worte nach ihr folgen, so könnte der Rhyth-mus leicht ins Schwanken geraten; in der Regel folgt ein einsilbigesWort, wodurch der Vers seinen jambischen Haltpunkt behält.
10. Weniger schön und beliebt ist die Cäsur im 5. Takte, obgleichsie noch wirkungsvoll genug erscheint, z. B.:
So will ^ ich auf ! den Ze j hen schlei > chen. o Laß 1 mich doch. §
11. Ein Vorkommen der Diärese mit der Cäsnr in der gleichenVerszeile ist statthaft. Beispiel:
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Ich geh' § hinein I und gra f be. Hal > te den Mop ! sus hier fv o
Zurück, f wenn heim ! er keh I ren soll j te, daß i er mick !
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Im Ho j fe nicht j erlap ^ pe, ja j den Schatz § zugleichEntdecke u. (Platen IV, 24.)
12. Eine Cäsur ist am Ansang (also im 1. Takt) nur dann ge-stattet, wenn ein Ausruf oder ein einsilbiges bedeutendes Wörtchen«etwa ein Imperativ, eine Negation rc.) den Vers beginnt.
13. Da der letzte Verstakt, der höchst selten mit einem einsilbige»Satztakt schließt, dem Vers sein abschließendes Gepräge verleiht, sobefindet sich im letzten Takt nur höchst ausnahmsweise die Cäsur.
14. Rhythmische Pausen treten ein, wo das Satzende mit demVersende zusammenfällt. 11m die freie Bewegung durch das Ein-zwängen des Gedankens in den engen Raum von sechs Jamben zuhindern und der Eintönigkeit vorzubeugen, ist es erlaubt, hie und dalängere Sätze in die neuen Verszeilen hinüberragen zu lassen, sofernnur der Charakter des Senars gewahrt ist, z. B.:
Alle zwölf zusammen sindDie erste Zahl, indessen man im TrauerspielNur sünfe braucht; doch freilich wird das fünfte bloßAls Stier bei den Hörnern hergezogen, während dochDer Dichter selbst das fünfte wär' als Wassermann:
Doch Mopsus kommt. Er will doch nicht ins Haus hinein?
Pst! Mopsus! :c. (Platen IV, 25.)