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Dann lief sie voller Freuden den steilen Weg zurück,
Wo andre mühsam klettern, that sie nur einen Schritt.
Sie eilte zu dem Vater, zu zeigen ihren Fang.
Der Ritter saß am Tische und aß ein Lendenstück.
Er richtet nun zur Tochter den hocherstaunten Blick.
„Was zappelt in der Schürze, das du mir bringst herbei?"
So rief der tapfre Esser der Riesentochter zu.
Da naht sie mit der Schürze, zu zeigen ihm den Wiß.
„Ei, sieh doch, lieber Vater, was ich gefangen hab',
Ein allerliebstes Spielzeug, wie ich's noch nie gesehn.
Drauf eines nach dem andern stellte sie auf den Tisch.
Den Pflug und dann die Pferde, zuletzt den Bauer auch.
Dann schlug sie in die Hände und jubelte vor Freud,
Wie sich die kleinen Wesen bewegten hin und her.
Sie rennt voll lauteil Jubels im Saale dann herum.
Zu fangen rasch die Pferde, die sich zur Flucht gewandt.
Gebietend sprach der Vater, (man merkt ihm an den Ernst):
Was hast du angerichtet? das ist kein Spielzeug Kind.
Geh' nur und trag' es wieder hinunter in das Thal;
Wo du es hergenommen, da stell' es wieder hin.
Es hilft dir nicht dein Murren und auch dein Weinen nicht,
Der Bauer ist kein Spielzeug, er baut für uns das Feld,
Verhungern müßte der Riese, wär' er nicht auf der Welt.
(H6. Der Lernende möge die letzte Zeile bessern, indem er fragt: Werwäre nicht auf der Welt? Die Änderung muß lauten: Wär' der Bauer nicht
auf der Welt. In dieser Art fehlen so viele, z. B. Kleist (vgl. S. 28 Z. 7),Gregorovius u. s. w. Die Bezüge müssen logisch und grammatikalisch richtigund schon beim ersten Lesen verständlich sein!)
tz 6. Bildung von (Alexandrinern.
1. Bei Bildung des Alexandriners, dieses jambischen Sechstakters,
ist darauf zu achten, daß nach dem 3. Takte eine ständige Diäresiseintritt j j ). Der Satztakt des 3. Verstaktes darf
somit nicht den 4. Takt überbrücken.
2. Nach Günthers u. a. besonders aber Rückerts Vorgang (Frauen-taschenbuch 1825, S. 411) ist es im Deutschen gestattet, dem Alexan-driner zuweilen weibliche Endungen zu geben, wodurch er um eineThesis verlängert wird, also hyperkatalektischen (überzähligen) Abschlußerhält (wie in den S. 19 Z. 4 und 5 angeführten Versen).
3. Es ist nicht nötig, daß jederzeit mit der stehenden Diäresiseine syntaktische Pause verbunden werde; im Gegenteil würde fort-