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von jainbisch-anapästischem Rhythmus und nennt die Verse gemischt(logaödisch).
3. Die Alten iÄschylus, Sophokles, Aristophanes) verwendetenden Anapäst, um der Leidenschaft den nötigen Ausdruck zu verleihen.Im Deutschen bedient man sich desselben in Gedichten, die ein mutigesFortschreiten, lebhaften Schwung und leichte Beweglichkeit der Ge-fühle beweisen sollen.
4. Da ein Jambus ebensoviel Zeit beansprucht, als ein Anapäst,so können im anapästischen Rhythmus überall auch Jamben stehen.(Vgl. Poetik I, 254 ff.) Ihr Vorkommen muß indes ein beschränktessein, wenn der anapästische Rhythmus nicht verwischt werden soll.
5. Aus diesem Grunde beginnt man die anapästische Reihe inder Regel mit einem Jambus.
6. Um nicht allzusehr ins Rollen zu geraten, ist es geboten, hie
und da syntaktische Pausen einzufügen, oder auch am Schluß derSätze den verlangsamenden Jambus oder auch einen steigenden Spon-dens anzuwenden. Durch geschickte Benützung übergreifender Satztaktewird das anapästische Versmaß, besonders das verlängerte, amphi-brachisch (z. B. j
7. Daktylische Satztakte eignen sich hie und da zur Bildung vonanapästischen Viertaktern, da sie schöne Cäsuren ermöglichen.
Ausgabe. Der nachfolgende Stoff soll unter Beachtung desObigen im anapästischen Rhythmus wiedergegeben werden; dieEinfügung von Jamben ist gestattet.
Stoff.
Empfangt mich, ihr heiligenSchatten! Ihr hohen, belaubten Ge-wölbe, welche der ernsten Betracht-ung geweiht sind, empfangt mich undhaucht mir ein Lied zum Ruhme derverjüngten Natur ein! Und ihr, lach-ende Wiesen, mit euern labyrinthischenBacken, ihr betauten, blumigten Thäler!Ich will mit eurem Wohlgeruche Zu-friedenheit atmen. Ich will euch be-steigen, ihr duftigen Hügel, in goldeneSaiten will ich die Freude singen, dieum mich herum aus der beglückte»Flur lacht. Aurora und Hesperussollen meinen Gesang hören. Aufrosenfarbenen Wolken, umgürtet mit
Lösung von Kleist. (Anapäste undJamben. >
Empsangt! mich, hei! lige Schal! ten!Ihr hohen belauften Gewölbe, derernsten Betrachtung geweiht, empfangtmich, und haucht mir ein Lied ein zumRuhm der verjüngten Natur! — Undihr, o lachende Wiesen, voll labyrin-thischer Bäche! betaute, blumigte Thäler!Mit eurem Wohlgcruch will ich Zu-friedenheit atmen. Euch will ich be-steigen, ihr duftigen Hügel! und willin goldene Saiten die Freude singen,die rund um mich her, aus der glück-lichen Flur lacht. Aurora soll meinenGesang, es soll ihn Hesperus hören.Auf rosafarbnem Gewölk, mit jungenBlumen umgürtet, sank jüngst der