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3. Mein Bitten und Flehen istumsonst! 1 im Sturme verhallet meinRuf, I er wird vom lärmenden Tosenübertönt. § Das brausende, pfei-fende, heulende Meer ^ gleicht einemTöne-Tollhaus; j und zwischendurchvernehme ich j Harfenlaute, j Gesang, ^ergreifend und vernichtend ertönt er, jund ich erkenne die Stimme. H 4. Fernan der schottischen jiüste, j wo das graueSchlößlein steht, j die brandende Seeüberragend, ^ erblickt man am Bogen-fenster § eine schöne kranke Frau, s zartund blaß, 1 die Harfe spielend undsingend, s und der Wind durchwühltihre Locken ^ und trägt ihren Gesang jüber das sturmbewegte Meer. H
Vergebens mein Bitten und Flehn!Mein Rufen verhallt im tosenden Sturm,Im Schlachtlärm der Winde.
Es braust und pfeift und prasselt undheult,
Wie ein Tollhaus von Tönen!
Und zwischendurch hör' ich vernehmbarLockende Harfenlaute,
Sehnsuchtwilden Gesang,Seelenschmelzend und seelenzerreißend,Und ich erkenne die Stimme.
Fern an schottischer Felsenküste,
Wo das graue Schlößlein hinausragtÜber die brandende See,
Dort, am hochgewölbten Fenster,
Steht eine schöne, kranke Frau,Zartdurchsichtig und marmorblaß,
Und sie spielt die Harfe und singt,Und der Wind durchwühlt ihre langenLocken,
Und trägt ihr dunkles LiedÜber das weite, stürmende Meer.
Kritische Notiz zur vorstehenden Lösung.
Dergleichen Verse sollten gleichviel Hebungen haben, um musikalisch zuwirken. So z. B. sollten die 2 ersten Verse auf Seite 102 als Einer ge-schrieben sein oder die anderen kürzer. Man möge versuchen, die Schlußverseauf Seite 103 so zu teilen:
Und der Wind durchwühltIhre langen LockenUnd trägt ihr dunkles LiedÜber das weite,
(Das) stürmende Meer.
Eine Hebung mehr oder weniger thut hier wenig zur Sache. Aber imganzen sollte Gleichmäßigkeit herrschen. So könnte beispielsweise auch stehen:Und zwischendurchHör' ich vernehmbar, u. s. w.