Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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Eichwald, Klopstock rc. im Vers so anwenden, daß die zweite Silbe den Jktuserhält und die erste (infolge des Versrhythmus) den Accent verliert, so daßSprachton und Versrhythmus fortwährend in Kampf geraten (z, B.

vchcvH — das sürnehmest ist Wasser. Pindar). Nie sollte man vergessen,daß Beispiele wie diese:

Damals j war Mars j Retter der j Schlacht;

Herrscher im j Donnerge > wölk Zeus rc.

in ihrer Betonung ebenso gegen den Sprachgeist verstoßen als ein mit „Kehr

um" beginnender Hexameter. Ebenso sollte man die Unzulässigkeit der Aus-rede anerkennen, daß eine große Anzahl bacchischer Satztakte (wie Absichten,Bierfässer, Weintrinker, abfinden) die Versetzung der betonten Anfangssilbe indie Thesis gebieterisch fordern, um überhaupt im Hexameter Verwendung findenzu können, da ja unsere Sprache reich genug an stnnersetzenden Wörtern ist.(Die Wörter: Absichten, Bierfässer, Weintrinker, find eben im Notfalle dochals Daktylen zu nehmen, wenn auch als recht klobige, schwere. Sie müssen

— wenn auch ungern — zugelassen werden, ebenso wie zulässig. Bei letzteremist es auffällig, denn zulässig würde sehr dem zu lässig ähneln. — Bei „Im

Donnergewölk Zeus" ist wölk Zeus im Grund genommen ein guterSpondeus im antiken Sinn, da keine Silbe länger oder kürzer als die andereist. Das Kennzeichen des deutschen Spondeus ist eine Atemholungs-Pausezwischen 2 langen Silben. Dies geht so weit, daß z. B. in „Damals schienMars", „damals gilt Mars" jeder dieser Sätze ein Choriambus (-^^-)ist trotz pedantischen Einspruchs. Die Konsequenz wird sicher alle dem Accenthuldigenden Dichter nach und nach in diese Richtung führen.)

Der Übersetzer muß, was Prosodik betrifft, Mund und Ohr (auch vonanderen) zu Rate ziehen. Nur auf diese Weise erfährt er, wo ein Monosyl-labum lang oder kurz zu nehmen ist, oder wo Disyllaba (z. B. Artikel, wieeines, einem; Pronomina deines, seines rc.) als Thesen Verwendung findendürfen. Das gebildete oder zu bildende Ohr muß auch darüber entscheiden,wo der von den deutschen Dichtern bereits mit Erfolg in ihrem Hexameter(Sechstakter) angewandte Trochäus zulässig ist; es wird bald herausfinden,wie derselbe der Schwerfälligkeit im Verse ebenso vorbeugt, als umgekehrt derSpondeus im Senar und Oktonar die fortrollende Beweglichkeit hemmt; eswird ihn aber auch nur etwa im 3. Takte zulässig finden, damit er nichtallzusehr abschwäche.

18. b. Apostrophierung.

Die Aphäresen (Weglassung von Buchstaben am Anfang), welchenamentlich Schlegel und Tieck in ihrem Shakespeare gebrauchen (z. B. 'neufür einen, ferner 's für es rc.), sind aus phonetischen Gründen wenig