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I. Aus „Püs Lunüsnm" von kslieiu Hornuns.
(7. Strophe.)
Ibou tulr'st tdrouglr tbs äim oburali-aisls tkx rvax,
^Vncl its pillais krom trvili^llt tlaslr kortb to da)',
^nä its bl^b, puls torubs, vitlr tboir troxbiss olä,
L.rs batlieck in g. üoocl us ok inolton »alä.
Diese Strophe hat Freiligrath fünfmal geschrieben, bis er ihr die end-gültige Gestalt verlieh.
1. Erste Übersetzung. (Entwurf Freiligraths.)
Durch den dämmernden Kreuzgang nimmst du den Pfad,
Seine Pfeiler erglühn, wenn dein Schimmer naht;
Und der bleiche Marmor . . .
Umwallt eine Glorie, wie brennend Gold.
blll. Viele Worte sind hier noch gar nicht und manche sogar ungenauübersetzt.
2. Veränderung des Entwurfs.
(dämmernde Münster) Äirchendämmerung
Durch (den dämmernden Kreuzgang) nimmst du den Pfad,
Seine Pfeiler erglühn, wenn dein Schimmer naht.
Und der bleiche Marmor ....
Umwallt eine Glorie, wie brennend Gold.
Freiligrath setzte zuerst für: „den dämmernden Kirchgang" — dämmerndeMünster. Aber diese Bezeichnung sagte ihm nicht ganz zu, und er verbessertesie durch „Kirchendämmerung". Jetzt gefiel ihm plötzlich auch der Reim nichtmehr; er strebte durch den Reim malerisch zu wirken. Dies übte Einfluß aufdie weiteren Verse und es entstand folgender
3. Neuer Entwurf Freiligraths.
Durch die Dämmrung des Münsters kommst du geflammt;
Seine Pfeiler erglühn und des Betstuhls Sammt;
Und die alten Trophä'n ....
Zuckt, wie brennendes Gold, einer Glorie Schein.
Das kritische Auge des Übersetzers merkte bald das Mißliche der Aus-cinanderrückung zweier Momente einer 2. und 3. Form. Ferner hatte ersich den Gedanken des Originals: „hohe bleiche Grabmäler mit ihren altenTrophäen" im 1. und 2. Entwurf mit „bleicher Marmor", im 3. Entwurfmit „alten Trophäen" skizzenhaft vorgemerkt; jetzt versuchte er eine dichterischeVerschmelzung, so daß folgendes Bild entstand: