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Beleuchtung einzelner Momente der Feile.
Man bemerke bei diesen Accentversen Mörike's, wie der Dichter das Wort(V. 14) „stille" getilgt hat, um einen schönen Abschluß zu erzielen. DurchVerkürzung des 14. Verses um einen Takt wird der Tonsall ein reinerer, auchwird der traurige Auszug durch die rascher abfallende Kürze besser hervor-gehoben.
Die folgenden Verse (15 ff.) sind in der ersten Fassung mit vielen mosaik-artigen, kleinlichen Bildern überladen, die den eigentlichen Gedanken verschlingenoder nur mangelhaft zu Tage treten lassen; schön, einfach und edel ist dagegendie vereinfachte Form der Änderung gehalten, durch welche nunmehr Sehnsuchtund Heimweh ergreifend ausgedrückt werden.
Man beachte noch den Grund verschiedener Streichungen, besonders aufZeile 9 und 10.
Z. Friedrich Rückert.Aus der Terzinendichtung:
Ursprüngliche Fassung inCvrnelia 1816.
Des Todes Sicheln kann kein Menschentrinnen.
Und auch die Blumen haben ihre Frist ;
Dem läßt sich noch ein Trostgrund ab-gewinnen.
Und besser ist es, daß man nützlich ist
Durch seinen Tod, als nutzlos hin-zusterben.
Zu Spott und Spiele dienend falscher
Jetzt kommt, was keinen Trost uns läßterwerben.
Jetzt kommt, was uns allein zu Thränenzwingt.
Jetzt kommt, was uns allein mehr schmerztals Sterben.
Die treuen Blumen".Änderung und Feile Fr. Rückerts.
Des Todes Sicheln kann kein Menschentrinnen.
Und auch die Blumen haben ihre Frist;Wie sollten darum unsre Thränen rinnen?
Jetzt aber kommt die Klag' um falsche
List,
Jetzt kommt, was uns allein zu Thränenzwingt.
Was uns viel schmerzlicher denn Sterbenist.
Beleuchtung einzelner Momente der Feile.
Rückert ändert und wirft mit kühner Hand eine ganze Strophe weg. Waser von derselben verwenden kann (den Terzinenreim) nimmt er in die dritte