Vorrede.
obenhin angesehen, so würde er mit seinen Zeichnungen, dieer von einem und dem andern natürlichen Dinge machte,bey rechten Kennern wohl schlechte Ehre einlegen. Undzwar dergestalt, daß er den Mangel seines Verstandes fastüberall hervorblicken liesse; bald bey den Bey-Wörtern,die er dahin setzte, wo sie nicht stehen solten; bald auch beydenen Gleichnissen, die er mehr als an einem Orte vor-brachte, ohne dabey auf das Tertium Comparationis i
oder den Grund der Vcrgleichung recht Acht zu haben, ’
Was aber dißfalls diejenigen Poeten, von welchen die Ge-schöpffe GOttes in eine so sorgfältige Erwegung gezogenwerden, vor gantz ausbündige Meisterstücke geliefert ha-ben, liegt bereits am Tage. Unterdessen, wenn ich auchfönst keine andere Proben als die hier aufzumessen ver-mochte , so der grosse Brockes (6) und dessen überausglücklicherNachfolger O.Triller(e) mit gantz ausnehmen-der Geschrcklichkeit abgeleget, so hatte ich an diesen beydenschon genug. Wiewohlen nebst vielen andern sowohl ;der lateinische Dichter Lucretius, (0 als auch derFran-tzösische Abt Genest(§)vor jenen schon sattsam gewiesen,wie viel ihnen die Natur-Forschung zur Poesie genützet.
Die letzte von den theoretisch-philosophischen Wissen-schafften ist nun auch die wtß-IVunji oder Mathe-matic mit allen ihren Theilen, ob sie wohl mit weit bessermRecht gantz oben an hatte gesetzet werden sollen. Inzwi-schen wenn sie auch sonst nichts zuwege brachte, als daß sieden Verstand fcharsste, so wäre doch dadurch schon genug ,zu gewinnen. Da sie aber noch ein mehrerö thut als diß,so ist daher leicht zu ermessen, daß deren ein Poet noch viel-
weni-
(<s) In den vier Theilen feines irdischen Vergnügens in GOtt.
(e) In feinen poetischen Betrachtungen.
( 5 ) In Libris suis fex, de Rerum Natura.
(g) In scripto (ane egregio, cujus titulus : Principes de Philosophie &e<rr. Amsterd.1717. g.