Leben des Auroris.
men geschossen^ daß er auch bei) seiner Dürftigkeit nach seinem To«de, dennoch ein ehrliches Bearadniß erhalten»
Nach dieser Nachricht von seinem Leben und Tode nun istnichts übrig, als noch etwas von seiner Lerbes- und Gemüths- Be-schaffenheit zu gebencken, welches in den Vorhergehenden nichtfüglich genug hak können angeführet werden» Hiervon saget selbstfein Herr Vater in einem Schreiben an einen guten Freund!„Mein Sohn war von mittelmäßiger Statur,und wohlxi opor-^tlonittcn gesunden Gliedern,eines gleichsals mn den andern Glie»„dem wohl Karmomrenden länglichten Gesichtes, von schwach,„braunen Augen und Haupt-Haaren, wiewohl er eine b-onde„keruque zu tragen pflegte, fein Angesicht hatte was annehmli»„ches und reihendes an sich, daß er auch bald von Kindheit an, und„sonderlich bey seinen Lmäiren und erwachsenen Jahren jeder»„mann gesiel. Dem Temperamente nach war er ein Sanguineo*„Melancholicus,,* Er hatte übrigens alle Etgenstdaffken einesgrossen Dichters, welche ihm auch ohnfehldar einen immerwäh»renden Ruhm bey der Nachwelt zuwege bringen werden. Esist freylich wahr, daß er just nicht allemal in seinem Leben auf dergleichen Bahn der Tugend fortgegangen, sondern dtswetlen aufeiner und der andemSeire aufAbwege gerathen»Allein man erwe»ge seine und feiner Eltern Dürfftigkeit, den unauslöschlichenHaß seines Vaters, dle Verfolgung seiner Neider, und soferner, so wird sich auch vieles, wo nicht gäntzüch keckster«kigen j doch einigermassen entschuldigen lassen, waslhm fönst vorgerücket werden zu könnenscheinet.
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