Buch 
Sammlung von Johann Christian Günthers, aus Schlesien, bis anhero herausgegebenen Gedichten / Auf das neue übersehen, und in einer bessern Wahl und Ordnung an das Licht gestellet. Mit einem Anhang und Register, Nebst einer Vorrede von den so nöthigen als nützlichen Eigenschafften der Poesie, wie auch bey dieser Dritten Auflage mit des Autoris Leben vermehrt
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Geistliche Oden oder Lieder.

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Denn wer auf schwache Menschen sieht,Der hat sich offt umsonst bemüht.

Du bist mein Schild und Horn im Leben,Daraus mein Heyl geflossen kömmt:Denn alles hast du mir gegeben,

Und alles wird durch dich bestimmt.

Kein Pröpsten Blutes wird in mir,

Er rühre denn, mein GPer, von dir«

Du willst mein Schutz und Zuflucht bleiben,Und eher, als ich bitten kau,

Der Feinde List zurücke treiben,

Du hast es schon vorhin gethan;

Sonst hätte mich der Neider MachtLängst unter ihren Gisst gebracht.

Du bist der Hexkand meiner Seelen,

Du kanst durch deinen Creutzes-TodDie gantze SündemSchuld verheelen,

Du scbützst mich vor der Hüllen Noch;

Wo käm mir sonst der Himmel her,

Wenn GOtt nicht auch mein IEsuswäk.

Wie darff ich dich noch weiternennen?

Du bist mein Alles hier und dort,

Und soll ich dich noch klärer kennen,

So bringe mich nuran denOrr,

Da man dich siehet, wie du bist,

Und wie dein Glanh so herrlich ist.

Inzwischen gieb, daß ich hedencke.

Was ich vor deine Lieb und TreuAuf Erden dir vor ein GeschenckeZu liefern wieder schuldig sey:

Du siebest mir dich selber hin,

Hilff, daß ich auch gantz deine bin.

Vamil