Buch 
Sammlung von Johann Christian Günthers, aus Schlesien, bis anhero herausgegebenen Gedichten / Auf das neue übersehen, und in einer bessern Wahl und Ordnung an das Licht gestellet. Mit einem Anhang und Register, Nebst einer Vorrede von den so nöthigen als nützlichen Eigenschafften der Poesie, wie auch bey dieser Dritten Auflage mit des Autoris Leben vermehrt
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Geistliche Oden oder Lieder.

Ein Wandel, der dir wohlgefällt,

Ist doch das reichste Wiedergelk. i

Doch ohne deine Krafft zu wandeln,

Heist nur in Nacht und Nebel gehn rDie Fertigkeit stets recht zu handelnMuß bloß von deiner Hülst' entsteh«. * I

Die Hülst' erscheinet aufs Gebet, '

Das voller Reu um Beßrung fleht. s

Verleih mir Andacht, Witz und Stärcke,

Was dir gefällt wohl eimusehn,

Und laß von mir in jedem WerckeBloß deinem Willen gnug geschehn!

Gieb, daß ich sonder HeuchelcyDir und dem Nächsten dienstbar sey.

,

Dein Sohn. mein IEsus, hilfft vollbringt«, !

Das macht sein Amt und PriestmhumrIhm soll mein Hosianna klingen,

Mein ist der Sieg, sein ist der Ruhm, l

Hier heist es Amen in der Zeit,

Dort Heilig in der Ewigkeit.

IV.

Über die Worte:

Ich weiß, daß mein Erlöser lebt rc.

Mel, wer weiss, wie nahe mir mein Ende.

/ARhole dich, bedrängtes Hertz«,v Im Schoosse der Gelassenheit,

Verzagen hilfft uns nicht vom Schmerhe,

Der Unschuld Gram ergehe den Neid,

Und macht durch ihren Thränen-BachDie Krafft zum Überwinden schwach.

Das Elend ist ja auf der ErdenSo allgemein, als Lufft und Fall,

So