Geist liche Oden oder Lieder. 15
Und die grosse Vater-Huld ---------
Wird an mir zum Wunderwerke,
Und erquickt mich in der That,
Wie der Thau die welcke Saat.
Sünden, greisst mich grausam an ?
Sorgen, kranckt mein schwach Gemüthe!
Ich verbeisse was ich kan; ^
Feinde raset.' Mißgunst wüthe!
HErr! mein Glaube und dein WorkStarckr mich hier und hält mich dorr.
vil
Über die Worte:
HErr! wenn ich nur dich haben.
Mel. wer nur den lieben GDrr läßt walten.
^>Err! glaube mir und meinem Glauben,
Der dich altein verehrt und kennt,
Und wider Satans Zorn und SchnaubenDurch deine Krafft im Stillen brennt;
Du bist, was in der grossen WeltMir erntzig und allein gefallt.
Ach seh die Wercke deiner Hände:
Sie sind vollkommen schon und gut»
Die Ordnung all' und jeder StändeBeweißt, wäs deine Vorsicht thut,
Durch welche warlich nichts geschieht,
Als was uns Lust und Vortheil zieht. '
Du hast die Erde fest gegründet,
Und lauter Münder dargestellt,
So daß sich auch kein Släubchen findet,
Aus welchem sticht ein Bild erhellt,
Ein Bild von deiner Güt und Macht,
Dir nichts umsonst hervor gebracht.