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Geistliche Oden ö der Lieder.X.
Auf den XIV. Sonntag nach Trinit.
' Epistel Onl. V, v, *6. sqq.
Text.
Geiste muß der Wandel seyn,
Des Fleisches Lust zu meiden;
- Denn was dem Fleische wohl gefallt,
Das kan der Geist nicht leihen:
Die beyde streiten allemahl, .
Drum brecht den eignen Willen;
Der aber, den der Geist regiert,
Darff kein Gesetz erfüllen« '
, Des Fleisches Merck ist offenbahr;> Zanck, Zwietracht, Neid und Hassen,Zorn, Ehbruch, Unzucht, Kehrrey,Mord, Trunckenheit und Prassen;Und was noch mehr der Laster sind,Wovon ihr längst vernommen,
, Daß die, so solche Dinge thun,
In GOrres Reich nicht kymmen.
Des Geistes Früchte sind GeduldNebst Friede, Lieb' und Güte,
Ein freundlich, freudig, Sanfftmuths- vollUnd rein und keusch Gemüthe.
Auf diese donnert kein Gesetz;
Die Christus Namen kragen,
Bemühn sich Fleisch und böse LustMit ihm aus Creutz zu schlagen,
Lehre.
Der äusserliche GOtteS-Dienst,
Wozu wir uns bekennen,
Ist in der That noch nicht genung,
Daß wir uns Christen nennen.
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