Geistliche Oden oder Lieder.
3 *
So kommt und zeigt Er unverhofft,
Wie gut Er es gemepnet.
Bevorcheilt uns der nächste Freund,
Wie Labans List und Tücke;
Man thut nur seiner Pflicht genug,
So geht uns nichts zurücke,
Der Seegen folgt der Arbeit nach,
Und kan uns nicht verlassen,
Wenn wir mit Glauben im BeruffDas Faulheits-Kissen hassen.
Verfolgung hilfft der Weißheit auf.
Wie Last den Palmen-Zweigen,
Und wer zuerst in Gruben liegt,
Kan bald den Thron ersteigen:
Die Brüder Josephs dachten ihnAus Mißgunst hin zu rücken,
Und musten sich hernach mit AngstVor seiner Wohlthat bücken.
Die geile Bosheit dieser WeltVersucht auf allen Seiten,
Uns, wie die Frau des PvtipharsDen Joseph, zu verleiten.
Die Weißheit bittet und ermähnt,
Und hält uns von der SündeBis daß die Tugend Glück und Ruhm,
Der Neid die Schande finde.
XV.
An eben dem vorigen Feste.
EvaNgel. Luc. XIX. V.ia.sqq,
Text.
Fürst zog in ein fernes Land^ Mit seinen Krieges-Heeren,
Und