42_ Geistliche Oden oder Lieder.
Ein jeder, der auf Fleisch gestreut,
Der erndtet das Verderben,
Wer aber auf den Geist gesät,
Wird ewig Heyl erwerben.
Nun Brüder? laßt uns Gutes thu»
Und dadurch nicht ermüden;
Wir erndten dort in Ewigkeit,
Brdenckt doch euren Frieden!
Jetzt haben wir noch Zeit und Raum,
Thut Guts und dienet allen,
Hauptsächlich denen, die mit unSZu einem Tempel wallen.
Lehre.
Seit dem uns Adams erste FruchtGeschmack und Geist verdorben,
Seit dem ist unser Fleisch und BlutZum Guten gantz erstorben;
Gedancken, Worte, Merck und Sin«Sind nichts als finstre Sünden,Wofern wir nicht des Geistes LichtIn unsrer Seel' entzünden.
Dmm traff uns des Gesetzes FluchUnd schreckte mit dem Joche,
Die Zeit des alten TestamentsWar eine Marter-Woche,
In der der äusserlich« ZwangDen Saamen Jacobs drückte.
Und niemand in das HeiligsteDer wahren Gnade blickte.
Doch endlich kam der Vorhang weg,Und Zwang und Joch zerfielen,
Der Hepland kam in unser Fleisch,
Des varers Zorn zu kühlen;