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Geistliche Oden oder Lieder:
Der HE r ersah das arme Weib,
Und brannte vor Erbarmen,
Und sagte freundlich: Weine nicht!
Der Glaube hilfft den Armen;
Er trat hinzu, ergriff den Sarg,
Die Träger stunden stille;
Da sprach Er: Jüngling? heb dich auf,Diß ist des Höchsten Wille.
Der Todte stund und redete,
Und ward der Mutter wieder:
Ein Schauer aber heil'ger FurchtDurchiieff der Leute Glieder:
Sie priesen GDrr, daß ein ProphetIn Jacobs Sregens-Landen,
Die GOre so gnädig heimgesuchtWon neuem auferstanden.
Lehrt.
Wie bald kan doch nicht auf der WeltDie Freude zu Beschwerden,
Und ein betrübtes Leichen-HausAus Rains Lust-Stadt werden?
Kein Ort ist so vergnügt und klein,
Er har bisweilen Jammer,
Und ist offt schlecht und groß genugZu unsrer Sterbe-Kammer.
Des Jünglings Leichnam lehret unsAuf seiner Todten «Bahre:
Wie schnell der Jugend Frühlings - LustNach Art der Ros' entfahre,
Die unter Morgen-Röth und ThauGemüth und Blick vergnüget,
Und durch den heissen Mittags-WmdWerwelckt vom Stocke flieget.