_ __ Geistliche Oden oder Lieder. 5 9
Euch armen Wittwen kan allhierEin holoer Trost erscheinen,
JKr s-yd den Turtel-Tauben gleich,
Die still und einsam weinen:
Doch wenn der letzte Stab zerbrichtUnd alle Hoffnung schwindet,
So merckt doch, wie so plötzlich siHDer HErr zum Helffen findet.
Erwegt auch hier das Allmachts»Wott,
Das Nacht und Tod bezwinget,
Und durch ein kräfftiges Steh aufDen Gast zurücke bringet.
Diß Wunder stärckt die Zuversicht,
Die fromme Christen fassen:
Es werd' auch uns d»e Hand des HErr»
Nicht stets im Grabe lassen.
XXV.
Am Tage Mariä Geburt.
Epistel krov. VIII. v. 22. fqq.
Text und Lehre.
^Je Weißheit ruffr uns täglich zur Wer Ohren hak, der höre!
Ich bin die Mutter aller Welk,
Ich bin die Mutter aller Welk,
Und schencke Glück und Ehre;
Ich war, eh etwas wircklich warVorn Anfang vor der Erden,
Durch mich ließ auch das Work des HErrnAus nichts diß alles werden.
Da alle Dinge noch vorlangstZn ihrem Wesen schlieffen,
Eh Wasser-Brunnen, Quell und MeerNoch um den Erd »Kreiß liessen,
ich D 4 Eh