I2Z
Weltliche Oden oder Lieder.
I.
Auf den
zwischen Ihre Rdm.Kayserl. Majestät
und der Pforte
1718. geschlossenen Frieden.
Adligen ist fort. Ihr Musen, nach!
Er steht, beschleußt und ficht schon wieder,
Und wo Er jährlich Palmen brach,
Erweitert Er so Gränß als Glieder.
6em Schwerdc, das Schlag und Sieg vermählt,
Und, wenn es irrt, aus Großmmh fehlt,
Gebührt dem Feind ein neues Schrecken,
Und stärckt der Völcker Hertz und Macht,
Die unter Adlern, Blitz und NachtDie Flügel nach dem Monden strecken.
Die Wahlstatt ist noch naß und lau,
Und stinckt nach Türcken, Schand und Leichen;Wer sieht nicht die verstopssre SauWon Aeßern faul und mühsam schleichen?
Und dennoch will das Deutsche BlutDen alten Kirchhof feiger WuthAn jungen Lorbeern fruchtbar machen;
Und gleichwohl hört der dicke FlußDes Sieges feurigen EntschlußAus Mörsern und Carthaunen krachen.
Es schnaubt des Uberwinders Roß,
Es schäumt und riecht den Streit von fernen,Das Glücke mengt sich in den Troß,
Um von Eugen Bestand zu lernen.
Die Lufft erthönt, das Ufer bebt,
Der Reuter brennt, das Fuß-Volck strebtDen wilden Haussen anzurennen:
Und wer nicht scharsser sinnt als sieht,