Weltliche Oden oder Lieder.
Und darum mach ich euch die Freude/Und darum küß ich euch ss fcharss;Jetzt diß, jetzt das, jetzt alle beyde,Damit nicht eines zürnen darssjUnd, wenn ich mir dem rechten spiele,Das linck' aus Räch' aufs andre schiele.
LXXXV.
An seine Magdalis.
^Rzehlr ihr kalten Norden-Winde
V*' Die Sensszer meiner Schäferin !
Verkündigt dem verlaßnm Rinde,
Daß ich der alte Redlich bin,
Und macht ihr dieft Boch-chafft kundlDas Herye lieber, wie der Mund»
Des Monden Antlitz sieht die FluchenDer stummen Wehmuth kläglich an;
Die Geister wollen mir verbluten,
Weil ich mein Rind nicht sprechen katt.Ich dencke der vergangnen Zeit,
Von der mich die Verschwendung reut.
Der Elb-Strom fällt mir in die Äugen,Sein Eiß erhitzet meinen Geist:
Ach! könnt ich jetzt die Küsse saugen,
Die mich zuvor vollauf gespeist,
Ich wolle meinen Fuß bemühn,
Und gar von hier nach Breßlau ziehtt.
Geliebtes Schweidnitz! das Vergnügen,So mich bey dir im Schoosse trug,
Wird nicht so bald mein Hertz besiegen,Das von der Wollust heffrig schlug,Wenn die getreue MagdalisMich brünstig in die Armen riß«