Buch 
Sammlung von Johann Christian Günthers, aus Schlesien, bis anhero herausgegebenen Gedichten / Auf das neue übersehen, und in einer bessern Wahl und Ordnung an das Licht gestellet. Mit einem Anhang und Register, Nebst einer Vorrede von den so nöthigen als nützlichen Eigenschafften der Poesie, wie auch bey dieser Dritten Auflage mit des Autoris Leben vermehrt
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rs8 Weltliche Oben oder.Lieder.

Diß Hagel-WetterTrifft Smmm und Blätter,

Die Wmtzrl bleibe;

Bis Sturm und RegenIhr Wüten legen,

Da sie von neuem grünt und Aeste treibt.

Mein Hertz giebt keinem Diamanten,

Mein Geist den Eichen wenig nach:

Wenn Erd' und Himmel mich verbannten,

So trotz' ich doch mein Ungemach.

Schlagt bittre Feinde,

Weicht falschen Freunde!

Mein Helden - MuthIst nicht zu dampffen,

Drunr will ich kämpffen,

Und sehn, was die Gedult vor Wunder hat. f

Die Liebe schenckt aus göldnen SchaalenMir einen Wein zur Tapferkeit,

Sie spricht mir guten Sold zu zahlen,

Und sch-ckt mich in den Unglücks-Streit.

Hier will ich kriegen,

Hier will ich siegen;

Ein grünes FeldDient meinem SchildeZum Wappen-Bilde,

Bey dem ein Palmen-Baum zwey Ancker hält.

Beständig soll die Losung bleiben:

Beständig lieb ich dich mein Rind!

Bis dermahleinst die Dichter schreiben:

Daß du und ich nicht sterblich sind.

Das Wort BeständigMacht alles bändig,

Was Elend heißt.

Das stärkste FreberEcht bald vorüber,

Wenn man nur mit C ouir den Frost verbeißt.