Weltliche Oden oder Lieder.
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Nur zweiffie nicht an meiner TreueDie als ein ewig-helles Licht,
Wenn ich des Lebens mich verzeihe,
Die Finsterniß der Gräber bricht.
Kein heitres Glücke,
Ja kein GeschickeTrennt mich von dir.
Du stirbst die Meine,
Ich bin der Deine:
Drum wirst den Argwohn weg und glaube mir!
XCI1L
Ode an sein Lehngen.
6 D solt und must es seyn r die Straffe folgt der Sünde,Und so, verführter Geist, geschieht dir eben recht,
Es läft dich endlich auch die nette philirinde,
Diß ist es, was dein Hertz mit neuem Kummer schwächt,
D>ß ist auch, was dich letzt mit Nachdruck lehren kan,
Wie weh du Lehngens Brust durch Flucht undBruch gethan.
Ach l freylich thut es weh, wenn solche Ketten springen,Brecht süsse Fessel, brecht! ich bin genug gedrückt,
Mich soll kein frischer Kuß in neue Bande zwingen,
Da philirmdens Zorn die letzte Glut erstickt,
Und da mich ihre Flucht auf Erden elend macht,
So sag' ich auf einmahl Verhiebe gute Nacht.
Der Liebe gute Nacht und auf einmal zu sagen?
Mein Hertz! besinne dich und schätze diesen Schluß,
Und wisse, daß ein Mensch bey allen Unglücks-PlagenDurch wahre Lieb' allein den Gram versüssen muß:
Laß seyn, daß dieses Rind den treuen Wunsch bekriegt,
Wer weiß, wie bald dich noch was Arrigers vergnügt!
Vergnügt mich diese nicht, so dach mich nichts vergnügen,Diß ist ein blinder Wahn bechörter Weichlichkeit.
Zwey Mittel geben Rath den Kummer zu besiegen,
Gebräu-