Z28
Weltliche Oden oder Lieder.
Als dein Gesicht und meine Bahre;Bekomm ich nun das erste nicht,
So laß' ich freudig Tag und LichtAuch mitten um die besten Jahre.
Ich fühl am besten innerlichSo manchen treffen Herhens, Stich,
Und bin schon ziemlich umgetrieben;
Doch will mir Gtvcc genädig seyn,
So läßt Er mich nach aller PeinDich einmahl noch und sicher lieben.
Vertrau der Vorsicht, liebster Schatz»Sie wird uns einen Ruhe »Platz,
Es sey auch wo es will, bereiten:
Alsdenn belachen wir mit LustAus froh-und Eimrachts-voller BrustDie Thorheit unsrer bösen Zeiten.
Besinne dich, was Schweidnitz wieß,
Von innen zwar ein Paradieß,
Von aussen Unruh, Zanck und Plagen:Und kommt dir Roschkwih in den Sinn,So denck auch dort nach Borau hin,
Wo mich dein Abschied wund geschlagen.
So bald des Bruders Hochzeit-FestDick bey der Tafel lachen läßt,
So trinck mein Wohlseyn in Gedancken,Und wenn dir der Verlobten KußZu stiller Reihung dienen muß,
So wisse: Günther kau nicht wancken,
Es hat mich innerlich ergetzt.
Daß Lorgen meine Lieder schätzt,
Und dann und wann noch Verse federt.Dein Name soll auch gantz alleinDie Zierrath meiner Reime seyn,
In welchen unsre Liebe lodert.