z8» Satyren oder Straff-Gedichte.
Hier ziert es, wie man sagt, Hygeens Heiligthum.
Die Fabel, Edler Freund! geht noch im Himmel um,
Und lehrt, wie mich bedünckt, dein Beyspiel auf der Erden,Dem Weißheit, Glück sind Stand und alles dienstbar werde».Wie wenn ein dickes Feld viel Blumen-Arten zieht,
Worauf, sieht eine schön, die andre schöner steht;
Das Aug' in Z lveiffel steckt, welch' unter solcher MengeDer andern Fürstinsey; so halt auch das GedrängeVon deinen Tugenden des Unheils freyen Laufs,
Dein Ruhm ist immergieich: Daß du von Jugend aufMit der Bescheidenheit dem Hochmuth ausgewichen;
Daß dir -crerste Brey den Hunger eingestrichen,
Der sich nach Weißheit sehnt; daß du das Morgen-RothAn Mumerkeit beschämt; daß dir die Pleisse both,
Was du vorlangst verdient; daß zwo Cakhedem wissen,Was sie dereinst von dir vor Zulauf hoffen müssen,
Zadaß du -- doch wie weit verliehrr sich mein Bemühn ?
Will ich ein starckes Heer in enge Glieder zichn?
Diß alles, sag' ich, kan dein Wünschen nicht erfüllen,
Du erlest über dick), du weirerst dornen Willen,
Und breitest Sinn und Ruhm; so machts ein edles Pferd,
So bald sein Herr von ihm den ersten Rang begehrt,
Es schäumt, es brennt, es schnaubt, erinnert selbst den Zügel,
L äst alles hinter sich, erhält vorn Lobe Flügel,
Und eilkund drabt und rennt, bis es das Ziel erreicht.
So schleunig wächst die Saat, sie schoßt, sie blüht, sie bleicht,And füllt die Scheuren an. DetnFleiß hältjehund Erndre,Und macht die Hoffnung voll. O! daß die Faulheit lernte,Wiegut es möglich sey,den kurtz genoßnen Rest,
Den das Verhängn iß uns zum Leben überlast,
Durch nützlichen Gebrauch mit Wucher anzubringen,
So würd' ihr altes Lied nicht mehr so thöricht singen,
Noch die Natur beschreyn, als komm aus ihrer HandEin unsrer Menschlichkeit gemeiner Elends-Srand.
Ich dächte, Theurer Freund ! man sah aus deinen Sachen,Wie unrecht wir den Schluß der Schickung grausam machen.Hygea! schicke dich und cröne diesen SohnDesPriezteG den du liebst. Dmvarer siehst duschen,
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